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Thorhall Tyrmarson Orakel

Anmeldedatum: 12.09.2007 Beiträge: 1009 Beruf: Berufswiki
Wohnort: Waldenburg
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Verfasst am: 13.08.2008, 09:43 Titel: Rezepte aus der Wikizeit |
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Hallo an die köche und hobbyköche unter euch.
habt ihr eventuell rezepte aus der wikingerzeit?
bzw. rezepte mit den damals vorhandenen nahrungsmitteln
so zu sagen ohne kartoffeln usw. _________________ Der unwerte Mann meint ewig zu leben, wenn er vor Gefechten flieht.
Das Alter gönnt ihm doch endlich nicht Frieden. Obwohl der Speer ihn spart. |
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Halvar Barde
Anmeldedatum: 17.12.2006 Beiträge: 92 Beruf: Koch
Wohnort: Bad Schmiedeberg
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Verfasst am: 10.09.2008, 10:58 Titel: rezepte mit den damals vorhandenen nahrungsmitteln |
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also in büchern steht nicht viel drin das ist aber nicht weiter schlimm.
da die wikis so stark und kräftig waren wie du geht die fachwelt davon aus das sie sich von getreide , rüben , fleisch , fisch und wild gemüse ernärten.
das getreide wurde gewaschen und getrocknet danach geschrotet oder gemahlen zwar nicht so fein wie wir das heute kennen sondern viel grober.
das ganze wurde mit wasser vermischt und als mehlsuppe gegessen.
da die wikis salz schon kanten und es auch zum würzen benutzten ist anzunehmen das dieser brei salzig war.
als süßungs mittel dürfte honig gedient haben.
(die herstellung war frauen sache )
den getreide schrot zu einem teig verknettet und zu fladen gebacken kann man über monate lagern und auf reisen mitnehmen
(so wie das schüttelbrot in itali)
trockenfleisch darf man ja auch nicht vergesen.
ansonsten haben sie wildes gemüse wie lauch der zu dieser zeit noch bitter war.
zwieben die süß waren und nicht scharf wie heute.
wilde bohnen die es heute noch in der heide (in meiner heimat wachsen)
(bei linsen bin ich mir nicht so ganz sicher ob es die bei uns schon gab)
man kann sagen das sie viel fisch (fleisch aus eigener zucht) verbrauchten.
durch handel und tausch kammen dan auch andere gemüse dazu wie kohl salate tomaten u.s.w.
ich werde mich mal schlau machen und dan noch ein paar rezepte rei stellen
ich hoffe ich konnte erst mal helfen
gruß Halvar
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Thorhall Tyrmarson Orakel

Anmeldedatum: 12.09.2007 Beiträge: 1009 Beruf: Berufswiki
Wohnort: Waldenburg
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Verfasst am: 10.09.2008, 12:33 Titel: |
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gut einen koch zu kennen
auf die rezepte bin ich schonmal gespannt  _________________ Der unwerte Mann meint ewig zu leben, wenn er vor Gefechten flieht.
Das Alter gönnt ihm doch endlich nicht Frieden. Obwohl der Speer ihn spart. |
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Halvar Barde
Anmeldedatum: 17.12.2006 Beiträge: 92 Beruf: Koch
Wohnort: Bad Schmiedeberg
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Verfasst am: 06.11.2008, 17:56 Titel: |
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Hallo mal wieder
ich habe mal einbischen in meinen büchern geblättert und ein rezept für wildschweinrölchen gefunden und das geht so.
wildschweinrüken in scheiben schneiden und klopfen mit meersalz bestreuen.
zwiebeln in würfel schneiden und in einer pfanne leicht bräunen.
die zwiebeln auf das fleisch legen.
lauch in scheiben schneiden und auch auf das fleisch legen.
das ganze zu einer Roulade rollen und binden.
das ganze in einer pfanne ausbraten.
dazu weißkohl und steckrübe.
viel spaß beim ausprobieren
gruß Halvar
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Thorhall Tyrmarson Orakel

Anmeldedatum: 12.09.2007 Beiträge: 1009 Beruf: Berufswiki
Wohnort: Waldenburg
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Verfasst am: 24.07.2009, 13:01 Titel: |
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hier mal noch ein ganz leckeres
Wildfleischpfeffer
1000 g Rentier-, Elch- oder Hirschfleisch (Keule, in mundgerechte Stücke geschnitten)
150 g geräucherter Speck (gewürfelt)
Salz
1 l Bier
Pfeffer
1 Msp. Nelke (gemahlen)
1 kleine Stange Zimt
50 g Butter
3 EL Mehl
1 Glas Obstschnaps (Apfel, Kirsche, Pflaume)
In einer Kasserolle Speck anbraten, Fleisch zugeben, würzen, unter ständigem Rühren leicht bräunen lassen, mit Bier aufgießen. Abgedeckt bei guter Hitze im Ofen etwas 1 ½ Stunden lang garen lassen. Butter in einer Pfanne zergehen lassen, Mehl zugeben und bräunen lassen, unter ständigen Rühren dem Wildfleischpfeffer zufügen und alles ein paar Minuten kochen lassen, abschließend Obstschnaps zugeben.
Dieses Gericht passt vor allem wegen des Obstschnapses eigentlich nicht ganz in die Wikingerzeit, ist aber typisch für die „feine Küche“ Nordeuropas im Mittelalter.
Typisch auch schon in Wikingertagen ist die Verwendung teurer, von weither importierter, Gewürze, mit denen der Gastgeber seinen Reichtum demonstrieren konnte. Im späten Mittelalter führte das zu wahren Gewürzexzessen, die Speisen auf reichen Gastmalen wurden bis zur Unkenntlichkeit überwürzt - im Kontrast zur weiterhin reizlosen Alltagskost.  _________________ Der unwerte Mann meint ewig zu leben, wenn er vor Gefechten flieht.
Das Alter gönnt ihm doch endlich nicht Frieden. Obwohl der Speer ihn spart.
Zuletzt bearbeitet von Thorhall Tyrmarson am 26.07.2009, 18:30, insgesamt einmal bearbeitet |
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Thorhall Tyrmarson Orakel

Anmeldedatum: 12.09.2007 Beiträge: 1009 Beruf: Berufswiki
Wohnort: Waldenburg
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Verfasst am: 24.07.2009, 13:03 Titel: |
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im anschluß noch ein paar rezepte die ich probiert und für gut heißen kann
Fladbröd (Fladenbrot)
Zutaten für 8 Brote
450 g Roggenvollkornmehl
1 Teel. Salz
50 g Butter
20 g Hefe
275 ml lauwarmes Wasser
75 g Weizenkleie
Hier die Variante mit Hefe, die für heutige Verhältnisse genießbarer ist. Außerdem setzen wir statt der historisch getreuen Birkenrinde oder Kiefernborke Weizenkleie bei.
Die Hefe mit etwas Wasser glatt rühren, das restliche Wasser hinzugeben und mit dem Mehl zu einem glatten Teig verarbeiten. Die Weizenkleie nach und nach dazugeben. Den Teig für ca. 5 Minuten gut durchkneten. Dann den Teig in 8 ungefähr gleich große Stücke teilen und zu runden Fladen ausrollen..
Eine große Pfanne fetten, den Fladen in die Pfanne geben und mehrfach mit dem Messer einstechen. Nun den Fladen unter mehrfachem Wenden in der Pfanne ausbacken. Das dauert, je nach Teigdicke, zwischen 10 bis 20 Minuten pro Brot. Das Brot kann auch auf dem Backblech im Backofen gebacken werden, dann entfällt das Wenden.
Warm serviert schmeckt das Brot am besten. Zum kalt essen eignen sich dünne Fladen am besten, denn das Brot wird abgekühlt ziemlich zäh und schnell hart, ist dann aber lange haltbar. Geschmacklich etwa mit Knäckebrot vergleichbar. _________________ Der unwerte Mann meint ewig zu leben, wenn er vor Gefechten flieht.
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Thorhall Tyrmarson Orakel

Anmeldedatum: 12.09.2007 Beiträge: 1009 Beruf: Berufswiki
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Verfasst am: 24.07.2009, 13:04 Titel: |
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Zwiebelsuppe
6 mittelgroße Zwiebeln (in Ringe geschnitten)
40 g Butter
40 g Mehl
1 ½ l Fleischbrühe
Pfeffer, Salz
3 bis 5 Knoblauchzehen (zerdrückt)
Zwiebeln in der Butter glasig werden lassen, Mehl zugeben und Zwiebeln goldgelb rösten, mit Fleischbrühe aufgießen, mit Pfeffer und Salz abschmecken, alles kurz durchkochen lassen.
Eine besondere „diagnostische" Verwendung dieser Suppe ist aus Sagas überliefert: Dort wird berichtet, dass Kriegern, die Unterleibsverletzungen erlitten hatten, Zwiebelsuppe eingeflößt wurde. Wenn dann der Wunde anschließend Zwiebelgeruch entströmte, wusste man, dass Magen oder Darm ernsthaft verletzt waren und somit jede weitere Hilfe vergebens war. _________________ Der unwerte Mann meint ewig zu leben, wenn er vor Gefechten flieht.
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Thorhall Tyrmarson Orakel

Anmeldedatum: 12.09.2007 Beiträge: 1009 Beruf: Berufswiki
Wohnort: Waldenburg
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Verfasst am: 26.07.2009, 18:31 Titel: |
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Lauchsuppe
1000 g Lauch (in 2 cm lange Stücke geschnitten),
1 ¼ l Fleischbrühe (an besten selbstgemacht)
Salz
Pfeffer
2 Eier
1/8 l Sahne
2 bis 3 TL Petersilie (fein gehackt)
Lauch in der Fleischbrühe weichkochen, mit Salz und Pfeffer abschmecken, Eier und Sahne in die Suppe einrühren, mit Petersilie bestreuen. _________________ Der unwerte Mann meint ewig zu leben, wenn er vor Gefechten flieht.
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Thorhall Tyrmarson Orakel

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Verfasst am: 26.07.2009, 18:33 Titel: |
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Pökelhering gebraten
1 kg frischer Hering, ganz
Salz
Butter
Thymian
Heringe ausnehmen (oder fertig ausgenomme „grüne Heringe“ kaufen). Die Heringe gründlich Waschen und abtropfen lassen. Dann mit dem Salz bestreuen und gut zwei Stunden durchziehen lassen. Heringe auf Stöckchen spießen und acht Stunden zum Trocknen in die Sonne hängen. (Eher weniger, auch Fliegen mögen Fisch!) Nachdem der Fisch gut durchgesalzen und getrocknet ist, von innen und außen mit Thymian einreiben und in der Pfanne mit der Butter goldbraun braten.
Obwohl das Pökeln und Trocknen eigentlich der Konservierung dient, schmeckt der Hering direkt nach dem Trocknen gebraten am besten. _________________ Der unwerte Mann meint ewig zu leben, wenn er vor Gefechten flieht.
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Thorhall Tyrmarson Orakel

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Verfasst am: 26.07.2009, 18:36 Titel: |
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Lachs mit Wacholderbutter
4 Lachssteaks ca. 2cm dick
50 g Butter
6 Wachholderbeeren (zerdrückt)
1 TL. Salz
50 g Schnittlauch
Die Wachholderbeeren, den gehackten Schnittlauch, Salz und Butter miteinander vermengen. Den Lachs trockentupfen und auf einem Grillrost oder in einer Pfanne Goldbraun rösten. Die Wacholderbutter über den Lachssteacks zerlaufen lassen.
Als Beilage eigneen sich glasiertes Wurzelgemüse und Brot,
Lachs galt in Skandinavien bis in die Neuzeit hinein als „Armeleuteessen“. _________________ Der unwerte Mann meint ewig zu leben, wenn er vor Gefechten flieht.
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Zuletzt bearbeitet von Thorhall Tyrmarson am 26.07.2009, 18:40, insgesamt einmal bearbeitet |
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Thorhall Tyrmarson Orakel

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Verfasst am: 26.07.2009, 18:40 Titel: |
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Buchweizengrütze
1 l Milch
Prise Salz
125 g Buchweizen
20 g Butter
Honig
Den Buchweizen mit heißem Wasser abspülen. Die Milch mit dem Salz aufkochen lassen, den Buchweizen dazu geben.
Ca. 20 - 25 Minuten köcheln lassen, dabei ständig rühren, da die Grütze schnell ansetzt. In Schüsseln anrichten und in die Mitte jeweils einen Klacks Butter und Honig geben.
Dies ist natürlich die edle Variante, meistens wurde die Grütze mit Wasser oder nur mit verdünnter Milch zubereitet. Buchweizengrütze sättigt stark. _________________ Der unwerte Mann meint ewig zu leben, wenn er vor Gefechten flieht.
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Thorhall Tyrmarson Orakel

Anmeldedatum: 12.09.2007 Beiträge: 1009 Beruf: Berufswiki
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Verfasst am: 26.07.2009, 18:45 Titel: |
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Får i kål - Hammel und Kohltopf
750 g Schaf- oder Hammelfleisch (gebrüht, gewürfelt)
500 g Zwiebeln (in Scheiben geschnitten)
750 g Weißkohl (gebrüht, in Achtelstücke geschnitten)
Salz
10 Pfefferkörner
10 g Mehl
Wasser
1 EL
Petersilie (fein gehackt)
Fleisch, Zwiebeln und Kohl lagenweise in einem Topf schichten, Pfefferkörner jeweils auf das Fleisch, mit Kohl abschließen, mit Salz bestreuen, Topf zu zwei Dritteln mit Wasser füllen, in gut geschlossenem Topf 2 Stunden lang bei mäßiger Hitze schmoren. Aus Mehl und einer halben Tasse Wasser einen Brei anrühren, am Schluss zugeben. Gericht durchschütteln und mit Petersilie bestreuen. Dieses bis heute in Norwegen beliebte Gericht schmeckt nach mehrmaligen Aufwärmen am Besten.
Får i kål gilt als ausgesprochenes „Wikingerrezept", auch wenn die Behauptung, dass es von dem berühmt-berüchtigten „nordischen Achill" Olav Tryggvasson (um 1000) stamme, wohl nur Legende ist. _________________ Der unwerte Mann meint ewig zu leben, wenn er vor Gefechten flieht.
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