Wer hat Lust und Spass eine Binderune zu entwickeln?

Welche Erfahrungen habt Ihr? Was kann man wie machen?

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Wer hat Lust und Spass eine Binderune zu entwickeln?

Beitragvon Chorge » 27.08.2009, 10:50

Habe aktuell keine nerven dazu. Soll uns als Famielie bzw. Bauernhof räpresentieren.



Mal etwas Futter:

Joerg und saskia haben als namensrune beide Ansuz

Jana hat Thurisaz

Der Familienname Gebo



Eventuell böte sich auch uns Hof an. hat den namen "Gut Run" :D



Jemand Lust oder ne Idee dazu?
"...Die Gesellschaft hat das Recht, von jedem öffentlichen Beamten Rechenschaft über seine Verwaltung zu fordern..." Art. XV der Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte der franzö. Nationalversammlung von 26.08.1789
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Beitragvon Rati » 27.08.2009, 12:53

Ich bring dir eine Idee mit wenn wir zu euch kommen.

Obwohl es natürlich schon besser wäre wenn du dir die Zeit dafür nehmen würdest (sagt ausgerechnet der, der sich auch für einige essenzielle Dinge keine Zeit nimmt :roll: )
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Beitragvon Chorge » 27.08.2009, 15:56

ja ich weiß möchte es auch eher hübsch haben.... an die shcutzfunktion etc. glaube ich eh nicht ganz so dolle .... ich brauche auch keine amulette bei prüfungen, da bereite ich mich lieber ordentlich vor da geht das auch so ... :D
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Beitragvon Istivania » 28.08.2009, 10:51

hm ich spiel mal ein bisschen damit. mal sehen was raus kommt.

*grübel und jetzt wieder ein stückpapier und stift immer mitnimmt*

die besten ideen kommen bekanntlich immer dann wenn man es nicht erwartet.



frage sollen diese runen immer nur einmal vorkommen oder geht auch öfters. ich habe auch schon schöne runen "räder" gesehen.
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Beitragvon Chorge » 28.08.2009, 11:59

überrasch mich :-)



soll als logo bzw. wiedererkennungszeichen das hofes und der familie gelten muß als nicht besondere schutz oder heilfunktionen erfüllen.
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Beitragvon Istivania » 29.08.2009, 14:17

schon notiert... mal sehen was raus kommt. bekanntlich ist es immer besser wenn mann/frau auswählen kann :wink:
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Beitragvon Atropos » 31.08.2009, 18:34

Ich verstehe es nicht ganz. Du möchtest eine Binderune als Clan- oder Sippenzeichen, obwohl du nichts darauf gibst? Oder so: obwohl du sagst, dass du/ihr keine Schutzwirkung benötigst? Und zum anderen: wäre es nicht besser, das Zeichen käme aus dir selbst? Oder von einem anderen Familienmitglied.
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Beitragvon Chorge » 01.09.2009, 09:43

jupp ich möchte die als sippenzeichen nicht als schutzwirkung.



ich glaube nicht daran das ich mitschriftzeichen etwas verstärken bzw. verhindern kann. da sind andere energien am werke mit denen ch anders umgehen muß.



ich stehe da eher auf die echo-theorie .... gib etwas weg und es kommt doppelt zurück .... tue gtes und due erlebst gutes.... denke böse und du erfährst böses. bin da eher der karma-freund.



ich brauche kein shcutzrune für ne prüfung wenn ich gut gelernt habe.



das ist dann eher alles wieder nur psychologischer glaube. der einen ha en gekreuzigten um den hals, der nächste ein runenamulett und der dritte nen glücksstein. am ende ist es der glaube der die leute dann beruhigt bzw. wenn es schief geht sind sie der meinung das sie zu wenig geglaubt haben. und machen sich noch abhängiger.



da bin ich eher der freund wacker durchs leben zu gehen. negative dinge müssen passieren damit wir die positiven erkennen und geniesen können. ich halte es für lebenszeitverschwendung sich permanent den schlechten sachen entziehen zu wollen. eher aktiv das positive leben. einfache sachen. wenn mein auto regelmäßig in der werkstatt ist dann kann ich zwar nicht den unfall verhindern aber die auswrikungen mildern.



bin da eher freigeist und mache mich ungern von irgendwelchen symboliken abhängg.



zum orakeln sehe ich das anders. wenn ich runen ziehe dann hat das schon bedeutung. weil die kosmischen kräfte schon einfluß haben welche runen ich ziehe. die interprätation mache ich dann alleine und führt eher dazu das ich mich mit der frage die ich habe aktiv auseinandersetze. letztendlich muß ich die entscheidung treffen.



jeder mensch ist frei in seinen entscheidungen. und es obliegt ihm was er daraus macht. daran kann keine religion, zeichen oder was anderes was drann ändern. jedoch kommen diese dinge dem menschen entgegen es ist halt bequemer sich von sowas abhängig zu machen. hilft auch bei mißerfolg die schuld auf das andere zu schieben.



ich bereue bisher nicht eine einzige entscheidung im leben, auch wenn ich schon so manche falsche getroffen habe. aber das alles hat mich zu dem gemacht was ich bin und wo ich bin. ich ziehe mir nicht jede jacke an die man mir hinhält und ich habe auch spass mit unbequemen leuten. das war nicht immer einfach (bis hin zu kündigungsandrohungen vom arbeitgeber und drohungen der antifa mir an leib und leben zu gehen) aber es hat eben geprägt. und wäre es anders gekommt und ich würde jetze arbeitslos auf 30 qm wohnen, so wäre mir dies doch lieber, da ich immer zu meinen entscheidungen stand.
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Beitragvon Atropos » 01.09.2009, 20:24

Oh du Glücklicher, du bereust nichts? Ganz ehrlich, Indianer- und Pionierehrenwort? (Jetzt ärgert er sich, der chorge, weil ihn das an die böse böse DDR erinnert :twisted: ) Wenn du Spaß an Konflikten hast, wird sich immer ein passender für dich finden. :wink:



Wenn du deinen Entscheidungen frei triffst und mit gehobenem Selbstbewußtsein durchs Leben saust, kann man dich nur beglückwünschen. Auch zu so einer Grundhaltung, im Schlechten das Gute zu sehen.



Dass es mit der Freiheit manchmal nicht weit her ist, hat wohl jeden schon erfahren. Wir alle kriegen von Zeit zu Zeit eine druff und fühlen uns dann ausgesprochen unfrei.



Und mancher brauchen eben etwas - psychologische - Unterstützung und sei es durch ein Amulett. Was die alltägliche, manchmal langweilige, oft mühselige Arbeit aber nicht ersetzt. Das sehen wir wohl alle so.
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Beitragvon Chorge » 01.09.2009, 22:17

jetze schreibe ich die antwort zum dritten mal weil ich zu blöde bin das forum zu bedienen :D



oberstes pionierehrenwort!



war auch pionier und stolz darauf. erst in der fdj haben sich mich als "untragbar" von einem posten abgesetzt.

ich sehe die ddr nicht nur böse. dort habe ich meine grundsozialisation bekommen. die alten preußischen tugenden die heute fehlen bekam ich dort noch mit. sauberkeit, ordnung, fleiß und selbstdisziplin hat mir die ddr noch beigebracht. ich war 16 und es kam die wende und ich konnte mit den "basics" die vorzüge der brd nutzen.

das negative der ddr habe ich erst später begriffen mit zunehmendem alter.



freiheit da denke ich an meine gute alte burschenschaft. es gibt die innere und äußere freiheit. die äußere wird mmer mal eingeschränkt. das beding das zusammenleben mit menschen nun einmal. die innere kann man sich nur selber geben. und die ist unantastbar. ghandi hat es gezeigt und bewiesen wie weit da sgehen kann. glaube zwar nicht das ich so einen willen gehabt hätte bzw. habe, und genau deshalb ist er für mich eine der größten personen der geschichte.



amulette hin ode rher, mal als ausnahme schön und gut. wenn es zum dauerzustand wird, wird es gefährlich.
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Beitragvon Atropos » 06.09.2009, 11:53

Ist schon komisch, manchmal frisst das Forum (oder sonstwer) die Antwort, aber nur wenn es eine lange ist, an der man ein Weilchen gesessen hat. :?



Die preußischen Tugenden sind (seufz) protestantische Tugenden. So wird jedenfalls gesagt. Ich glaube nicht, dass das irgendwas mit der DDR zu tun hatte. Sauberkeit, Ordnung, Fleiß etc. sind wohl auch noch andernorts auf der Welt verbreitet. Und wenn diese äußere Form wichtiger wird als der Inhalt, dann ist Ende Gelände. Das sind ganz wichtige Dinge, ohne Frage, aber sie dürfen NICHT der Vorrang bekommen. Die Frage ist: WOFÜR Ordnung, wofür Fleiß. Wenn solche - eigentlich - sekundären Tugenden die Vorherrschaft übernehmen, kann der Mensch, der sich dem unterwirft, in jede beliege Richtung gelenkt werden. Er kann zum Sklaven einer kranken Ordnung werden.



Ghandi ist ein Mensch, den ich auch vorbehaltslos bewundere. Wer außer ihm wäre in der Lage, nach wochenlangem Hungern selbst ein Glas Orangensaft abzulehnen? Er hat sein Ziel mit tödlicher Konsequenz verfolgt und gewonnen. Ob er auf sein Land wohl heute stolz wäre?
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Beitragvon Chorge » 07.09.2009, 07:32

man unterwirft sich nicht diesen tugenden sondern sie sind grundkontext für ein zusammenleben. wieso sollen die gerade wieder in abhängigkeit führen? verstehe ich nicht.



sie sind für mich das korrektivum. man nehme 10 menschen die gemeinsam etwas ebwegen wollen. jeder hat andere kompetenzen und stellt diese der gemeinschaft zur verfügung. wenn alle ordentlichmit ein ander umgehen und fleißig arbeiten dann wird es (was typisch menschlich ist) nie zu einer diskussion kommen welche arbeit bzw. welcher output mehr wert bzw. wichtiger ist.

die diesziplin führt zu einem gegenseitigen respekt und die ordnung einfach dazu das jeder das findet was er sucht.

als ich kann an den tugenden nix schlimmes finden die zu irgendwelchen totalitären regiemen führen.



dazu führt mangelnde bildung und eine unterodnungswut die es dem menschen einfacher macht durchs leben zu springen und verantwortung abzugeben.



ich finde auch nach wie vor die 10 gebote als grundbasis einer gesellschaft ausreichend. wenn jeder den willen hätte sich selbst daran zu halten bräuchten wir keine gesetze mehr.
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Beitragvon Atropos » 10.09.2009, 18:45

Also, ein gewisses Maß an Unterwerfung ist m.E. schon dabei, kein Kind ist freiwillig ordentlich und pünktlich. Irgendwann sieht man eben ein, dass es nicht anders geht, jedenfalls die meisten. Eines schönen Tages kommt dann vielleicht sogar die Erkenntnis, dass man sich mit Ordnung das Leben erleichtern kann, Sauberkeit etwas angenehmes ist und Fleiß recht hilfreich, wenn man was erreichen will.



Wenn sich diese sog. Tugenden allerdings verselbständigen, werden sie zur Qual und Plage. Ich kannte mal eine Frau, die JEDE Woche in ihrer Wohnung Fenster geputzt hat. Sehr fleißig, sehr reinlich möchte man meinen. Nur völlig überflüssig, bindet Zeit und Kraft und man kann noch über andere die Nase rümpfen. Als die Wäsche noch im Hof getrocknet wurde, ist die Art und Weise des Aufhängens und der Zustand der Socken von den lieben Nachbarinnen durchgehechelt worden. Jeder kennt wohl die sprichwörtliche alte Schreckschraube im Haus, die immer was rumzunörgeln hatte, wenn andere die Hausordnung nicht ordentlich genug gemacht hatten. Und Abhängigkeiten sind immer dann gegeben, wenn sich Menschen von der Meinung anderer abhängig machen. Jeder ist wohl schon mal von dem Spruch "was sollen denn die Nachbarn dazu sagen" auf die Palme getrieben worden. Ich erinnere mich, dass ich mal im Alter von 15 oder 16 sehr frech zu meiner Mutter war. Ich war beim wäscheaufhängen und - mon dieu - von rechts nach links. Dabei hängt man doch von links nach rechts auf. Meine Mutter fragte mich, warum ich das mache. Ich (in dem Alter wahrscheinlich ständig) fahre die Hörner aus und frage zurück, ob das der deutschen Hausfrauenehre widerspricht. Da war sie natürlich eingeschnappt und meinte, ich würde schließlich auch mal eine Hausfrau. Na da. In Körperbeherrschung ein wenig geübt, zische ich durch die Zähne, dass ich niemals eine Hausfrau werde. Und ergo mich dieser Scheiß auch nicht interessiert; das habe ich aber nur gedacht.



Das sind nun wirklich nur Kleinigkeiten aus dem Privaten, aber so wird schließlich jeder sozialisiert. Interessant wird es bei Disziplin und Pflichterfüllung. Die sind besonders störanfällig in solchen Lebensumständen, wenn es um Gewissensentscheidungen geht. Vor allem wenn das Gewissen nicht konform geht mit Staatsräson oder dem "gesunden Volksempfinden".



Die 10 Gebote sind ja gut und schön, nur bist du da schon schuldig, wenn du nur etwas angeblich sündhaftes denkst. Du musst es nicht mal in die Tat umsetzen. Ganz zu schweigen von solchen Sachen, die der moderne Mensch braucht: Bauverordnungen, STVO, Rentenversicherung etc. Das ist übrigens das Argument islamischer Fundamentalisten: der Koran ist das Gesetz und anderes brauchen wir nicht.



Es wäre ja ideal, wenn jeder Mensch geachtet würde, wenn er gewissenhaft seine Arbeit macht, aber diesen Zustand gibt es nicht. Der Physiker hält sich für etwas besseres als den Versicherungskaufmann und der wiederum sich selbst für besser als seine Friseurin. Ich kenne keinen Geschäftsführer, der sich sozial auf derselben Stufe sieht, wie die Kantinenfrau in seiner Firma. Und was ist mit denen, die nicht arbeiten wollen? Ich meine jetzt nicht Kranke und Behinderte, sondern die, die einfach nicht wollen. Sind die weniger wert als ein Arzt oder Heizungsmonteur, weil denen die Sozialhilfe reicht? Nein, Status ist in erster Linie vom Geld abhängig und den kriegt man nicht mit Ordnung, Sauberkeit und Fleiß alleine.
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Beitragvon Chorge » 10.09.2009, 21:46

da sehe ich einiges logischer weise (und so wird es von mir erwartet) anders. Auf Kinder würde ich es nicht beziehen, da diese im guten wie im schlechten ihren eltern und den pädagogischen ansätzen ausgeliefert sind. von daher sind sie eh nur produkt ihrer eltern und da skann gut oder schlecht sein. prinzipiell sind die tugenden etwas wo man auch maß halten muß. in gewisser situation kann ungehorsam richtig sein. und gegen die disziplin gerichtet sein die ein statt verlangt. aber ich rede von der rgundeinstellung eines menschen nicht von staatsräson. da kann alles gute auch schlecht sein. ein phobiker der sich 100 mal am tag die hände wäscht ist auch nichtmehr angemessen zum thema "nach dem klo und vor dem essen - hände waschen nicht vergessen". und da kann alles zur plage werden. die frau die ständig der meinung ist putzen zu müssen, weil siemeint da sumfeld erwartet das hat auch nur ein problem. auf der anderen seite sage ich mir wenn sie es einfach freiwillig tut, dann lass sie doch, solange wie sie mir nicht erzählt das ich jede woche fenster putzen muß dann ist es o.k.



ich rede von den 10 geboten. nicht von der darauf folgenden interprätation. " Du sollst nicht töten" punkt aus. keine Konsequenz keine Strafe. Keine Drohung. " Du sollst mutter und Vater ehren" Punkt. ich sagte doch wenn jeder sich drann hält bräuchten wir den rest nicht mehr.... gestze, Bibel etc. alles überflüssig. "Du sollst nicht begehren des anderen hab, Gut Knecht, magd etc...." wo braucht man dann noch was? wäre alles gut.



und disziplin wenn es um staatsräson bzw. volkesmeinung geht und man in der oposition ist braucht man unbedingt. Gerade dann muß man sich zwingen den anderen dennoch mit respekt zubehandeln, man braucht disziplin sich selbst gegenüber, dem druck stand zu halten, man muß doppelt so fleißig sein wenn man in der mindermeinung ist. glaube mir ich spreche aus erfahrung :-)



nicht so verallgemeinern mit dem physiker etc. finde ich die zweite eigentschaft die ich nicht ganz so dolle an dir mag (neben dem permanenten krichenhass :-)) wenn du mal zeit und lust hast schaue mal unter www.selbstversorgerforum.de da springt alles rum, der akademiker dessen größte lust es ist seine eigene schei..e aus der komposttoilette zu schaufeln, der studierte der im wald lebt, die einfache gelernte näherin, die aus abfällen geniale konstruktionen zum dörren oder zur energiegewinnung baut. also allgemein würde ich nicht sage das je nach stand man sich besser fühlt. das liegt immer am einzelnen menschen. weißt du welchen berufsstand ich früher und auch heute oft beneidet habe? die müllsammler am straßenrand der bundesstraßen. be wind und wetter druaßen jeden tag 20 km marsch mit müllsack und müllgreifer. ein endgenialer job. die haben in meinen augen den geilsten beruf der welt. es bröckelt mittlerweile etwas, weil ich meine ader in der garten - und landschaftsgestaltung entdecke und meines und feruns ziel ist ein selbstversorgerhof zu haben wo wir in ruhe leben können.

oder mein bruder. studierter computerspezialist. mit drei oder vierfachen einkommen von mir. als er kündigte vor 2 monaten bot sein chef ihm aufgrund der wirtschaftskrise "nur" das doppelte gehalt an. ... was amcht er? der verschwindet jetze erstmal ein zwei jahre nach asien weil er festgestellt hat das die maloche im büro von korgens 8 uhr bis abends 21 uhr keinen sinn macht und das geld sich sinnlos auf dem konto häuft. jetzt wird er testen wie es ist die nächsten jahre nur mit einem rucksack auf dem rücken in bambushütten zu leben und mal ne andere weltsicht zu erlben.



durch mene burschenschaft kenne ich viele akademiker die gern was anderes amchen würden, die so manchen "einfachen beruf" dreimal lieber ausführen würden. allein der will fehlt dazu. vielleicht liegt es auch daran das wir nur untershciedliche leute kennen. also ich kenne da viele die jede arbeit schätzen. es gab mal in deutschland ein system (auch im außenhandel super erfolgreich) was auf der arbeitswährung basierte. das hätte im laufe der zeit geld unnötig gemacht. die goldbindung wurde aufgehoben und geld hättebei vervollkommnung dieses systems nur noch regionale bedeutung gehabt. die dritte welt würde es heute so nicht mehr geben weil ein ganz anderer technologie transfer von statten gegangen wäre. aber das alles war in einer bösen zeit, wo wir deutsche für alle ewigkeiten für büsen werden und es niemals auch nur eine einzge gute sache geben durfte. as system aber war geil. staat a tauscht 100 arbeitsstunden erzabbau gegen 100 stunden maschinenbau. in der ersten runde macht das x tonnen erz gegen x maschinen. in der zweiten runde kann der produzent also mit den eingetauschten maschinen die doppelte menge erz produzieren.... der andere staat leifert dafür das nächste z.b. fahrräder oder anderes usw. geiles system was aber die komplette finanzwirtschaft abgeschafft hätte. und stunden lassen sich nicht einfach um den erdball schieben und verdoppeln wie geld. weil eine stunde ist eine stunde ob die der franzse im kohlebergwerk amcht oder der afrikaner in der erzgrube oder der engländer an der drehmaschine. stund eblebt stunde egal welche arbeit. gleichberechtigung.



wenn man selbst seinen status vom geld abhängig macht dann kann man das schon selbst beeinflussen. alleine mit sauberkeit bekommt man den nicht aber mit fleiß und disziplin. wenn jemand sozialhilfe kassiert und es reicht ihm obwohl er arbeiten könnte aber statt dessen lieber zu hause sitzt dann hat er in meinen augen auch keinen anderen status verdient. schlecht find eich das es heut zu tage wenig möglichkeiten gibt mit eigener kraft und fleiß und disziplin sich hoch zu arbeiten. das fehlt. wobei wenn ich mir überlege und an meine kiddies denke. die bezien hartz IV haben 2 oder 3 schwarzarbeitsjobs und drehen sich auch so... nuja da muß man auch fleißig sein, da bin ich manchmal überrascht wie diszipliniert und fleißig die sind weil kohle lockt. da siehst du den faulpelz von gestern plötzlich 15 stunden am tag malochen.
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Beitragvon Rati » 14.09.2009, 13:04

so, nun muß mein Senf auch noch dazu.



Ich bin ebenfalls der Meinung, das weder bei der Definition von Tugenden noch bei der Einschätzung von Ständen von mehr als dem einzelnen Mensch ausgegangen werden darf.

Dein Beispiel, Atropos, von der fensterputzenden Nachbarin ist bezeichnend dafür was passiert wenn nach dem Motto "das gehört sich so" verallgemeinert wird. Und das Beispiel deiner selber und der Wäscheaufhängreihenfolge zeigt an das ebend jeder selber entscheiden kann welche Lebensstandards (Tugenden) er setzen will.

Ja natürlich, in der Gesellschaft wird so beurteilt und es entsteht das Gefühl eines gewissen Zwanges, wohlgesagt das Gefühl. Manchmal ist es auch tatsächlich praktisch eine Maske aufzusetzen und mitzuspielen, aber auch da ist die Dauer und Intensität der Spielzeit immer noch eine persönliche Entscheidung.

Atropos, wenn du schreibst, das kein Chef sich auf die Stufe der Kantienenfrau stellt, dann ist das zwar meistens richtig, hat aber nicht unbedingt den Grund, das diese Person sich als etwas besseres sieht.

Andres herum wird nämlich auch ein Schuh daraus. Ein Chef der dies tut, verursacht im Kopf seiner Angestellten das Gefühl nicht mehr Chef zu sein. Plötzlich wird alles in Frage gestellt, eigenmächtig entschieden oder die Ansagen des Chefs als Angebot und nicht als Auftrag verstanden. Chefpersonen dürfen im Verhältniss zu ihren Angestellten einfach nicht zu viel Nähe zeigen, sonst verlieren sie an Autorität (Hab ich selber erlebt).

Wenn jemand nicht arbeiten will und mit dem was er vom Staat bekommt zufrieden ist, dann ist das i.O. Und ob dann von den anderen einStatus erteilt wird oder nicht ist doch auch egal. Wem es nicht egal, dessen Problem ist nicht etwa fehlendes Geld, sondern fehlendes Eigenbewustsein.

Ich bin auch der Meinung das acht der zehn Gebote (das erste und zweite können wir getrost vergessen) durchaus gute Prinzipien einer Gesellschaft darstellen. Der Vergleich zum Koran passt nicht. Den schließlich soll nicht die Bibel sondern nur diese Gebote das Gesetz darstellen. Und in diesen Geboten steht auch nichts von Erbsünde oder sündigen Gedanken die bestraft werden.

Noch besser währe was ich mal in der PM gelesen habe. Dort stand nämlich, das in allen religionen eine Grundessens zu finden ist. „Was du nicht willst das es dir geschieht, füge keinem anderen zu.“ Dieses Gebot enthält alles was wichtig ist.
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Beitragvon Atropos » 18.09.2009, 16:41

Je nun, lieber chorge, ich hasse die Kirche nicht, ich verabscheue sie. Als Institution, die über die Jahrhunderte eine unvorstellbare Zahl von Verbrechen begangen hat und sich bis heute als Hüter von Moral, Sitte und Ethik aufspielt. Hass ist ein überaus starke Emotion und die verschwende ich nicht an solche.



Den Vorwurf, ich würde verallgemeinern, werde ich bedenken, weise ihn aber vorläufig als unbegründet zurück. :wink: Habe ich etwa geschrieben, alle Akademiker würden ihren sozialen Status höher einschätzen als den einer Geringverdienerin? Nö. Wenn einige in ihrer Freizeit ausgefallene Sachen machen und dabei feststellen, dass andere dieselben ausgefallenen Sachen machen, was sagt das über ihr Selbstverständnis? Gar nichts. Gibt der Akademiker wegen dieser ausgefallenen Tätigkeit deshalb seinen sozialen Status auf. Wohl eher selten. Und wenn weiterhin einige Akademiker (du merkst, ich relativiere) konstatieren, dass das Hamsterrad der Erwerbsarbeit sie kaputt macht, sie aber keine Konsequenzen ziehen, was sagt das über ihr Verhältnis zur Pflichterfüllung?



Tja, die 10 Gebote. Hingeworfen und dann seht mal zu.

Du sollst nicht töten: gilt im allgemeinen, aber was ist, wenn du bedroht wirst. Ach ja, da hat das Christentum auch eine Antwort parat: halte die andere Wange hin.

Du sollst Vater und Mutter ehren: warum, weil sie dich in die Welt gesetzt haben? Darum hast du nicht gebeten; wärst vielleicht im Großen Kessel glücklicher gewesen, jetzt geht der Mist von vorne los. Und falls Mutter und Vater die Kinder verwahrlosen lassen oder schlimmeres, muss man sie dann immer noch ehren?

Du sollst nicht begehren .... : das heisst schon das Begehren, also der Gedanke daran, ist verboten. Die Gedanken sind frei ...

Du sollst keinen anderen Gott ...: kein Kommentar.

Du sollst den Namen des Herrn nicht missbrauchen: wozu soll das gut sein? Damit der Herr nicht an Arbeitsüberlastung zusammenbricht, sofern das überhaupt möglich ist?

Du sollst nicht stehlen: o.k. aber gegenüber den anderen untergeordnet bzw. als Gebot schon lange vorher da.

Du sollst nicht falsch Zeugnis reden : tja, was heisst das schon. Jeder Zeuge hat was anderes gesehen.

Du sollst den Feiertag heiligen: ja, vor allem den Buß- und Bettag, der kostet uns arbeitende Menschen mehr als ein freier Tag wert ist.

Du sollst nicht ehebrechen: schon in Ordnung, aber gilt die Steinigung als Strafe auch für den ehebrechenden Mann?



Alles in allem Murks. Besonders aus psychologischer Sicht. Du sollst nicht ... ist eine Einladung für ... mach doch, dann haue ich dich.



Und in der modernen Zeit hat die Kiche ja sooo viel dazu gerlernt. Hat Galileo rehabilitiert und das Verdikt aufgehoben, dass alle totgeborenen und nicht getauften Kinder (tot geborene dürfen nicht getauft werden, ratet mal, wer es trotzdem gemacht hat: die Hebammen; hab ich von Istivania gerlernt) im Fegefeuer schmoren. 90er Jahre 20. Jhd. Damit haben die Pfaffen den Schmerz und die Verzweiflung der gläubigen Eltern vorsätzlich und auf sadistische Weise vermehrt. Fluch und Schande über alle, die so gehandelt haben.



Tja, der soziale Status. Ich meinte nicht, dass der Chef einer Firma oder irgend ein Vorgesetzter hingehen und jeden machen lassen soll, was er mag. Es ging mir um das Selbstbild, das Selbstverständnis. Chef ist in der Hierarchie oben und ordnet an, die anderen führen aus. Vereinfacht ausgedrückt. Wie wird sich das wohl auf das Selbstverständnis des Chefs auswirken? Ob er wohl tatsächlich meint, die Arbeit eines Lehrlings oder einer Sekertärin wäre genauso wertvoll wie seine? Na? Mal ehrlich. Es geht übrigens auch anders rum. Es gibt wohl kaum einen Arbeiter oder Handwerker (oho, Vorsicht Verallgemeinerung) der meint, dass "die da im Büro" tatsächlich arbeiten. "Die da oben", gemeint sind Politiker, sind genauso unter Generalverdacht. Genauso wie bei manchen Grüne, Atomenergiegegener, Karrierefrauen und ich weiß nicht was unter Generalverdacht sind.



Die Tugenden, was soll uns das. Zu den genannten füge ich hinzu: Eigensinn, Widerspruchsgeist, Wille zum Widerstand, Toleranz, ein bißchen Gleichmut und ein größeres bißchen Demut.
Ich erwarte nichts, ich fürchte nichts, ich bin frei.

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Beitragvon Rati » 21.09.2009, 09:48

Hi Atropos,



ja, es ist stark zu spüren das die Verbrechen die im Namen der Kirche begangen wurden & werden dich prägen.

Der Satzanfang "Du sollst nicht" wirkt auf dich wie der erhobene Zeigefinger eines Erwachsenen gegen ein Kind, das insgeheim weis das der Erwachsene es auch tut. So ist es aber gar nicht gemeint. Und du verbindest diese Gebote immer gleich mit den später dazu ausgedachten Strafen. Von Bestrafung steht aber in den zehn Geboten überhaupt nix.

Atropos hat geschrieben:...

Du sollst nicht töten: gilt im allgemeinen, aber was ist, wenn du bedroht wirst. Ach ja, da hat das Christentum auch eine Antwort parat: halte die andere Wange hin..
Ich habe (acht der zehn Gebote) als gute Prinzipien für die gesamte menschliche Gesellschaft bezeichnet. Sieh es (auch wenn das Utopie ist) bitte mal so. Denn, dann gibt es niemanden der dich bedroht.

Atropos hat geschrieben:...

Du sollst Vater und Mutter ehren: warum, weil sie dich in die Welt gesetzt haben? ..jetzt geht der Mist von vorne los. Und falls Mutter und Vater die Kinder verwahrlosen lassen oder schlimmeres, muss man sie dann immer noch ehren?..
Da die Gebote für alle gelten sollen, also auch für Mutter und Vater, würde bei Einhaltung der Gebote kein Kind mehr verwahrlosen. Außerdem Geht es vielleicht nicht nur um die Personen sondern auch um ihr Wissen und ihre Erfahrungen.

Atropos hat geschrieben:Du sollst nicht begehren .... : das heisst schon das Begehren, also der Gedanke daran, ist verboten. Die Gedanken sind frei ...
klar die Gedanken sind frei. Gewarnt wird hier eigentlich vor den Konsequenzen die aus solchen Gedanken entstehen. Es ist besser das des anderem gar nicht erst zu begehren, als später gegen seinen eigenen Neid und Hass ankämpfen zu müssen. Und wie schon geschrieben, von Bestrafung durch irdische Instanzen steht da nichts. Das heist, du kannst es tun, aber bedenke die Konsequenzen. Das ist nicht nur in der christlichen sondern in allen Religionen so.

Atropos hat geschrieben:Du sollst keinen anderen Gott ...: kein Kommentar.

Du sollst den Namen des Herrn nicht missbrauchen: wozu soll das gut sein? Damit der Herr nicht an Arbeitsüberlastung zusammenbricht, sofern das überhaupt möglich ist?
auch von mir kein Komentar, schließlich habe ich ja schon geschrieben, das ich die ersten zwei Gebote in meine Überlegungen nicht mit einbeziehe.
Atropos hat geschrieben:Du sollst nicht stehlen: o.k. aber gegenüber den anderen untergeordnet bzw. als Gebot schon lange vorher da.
warum untergeordnet? Steht da Gebot 3.1 davor :wink: ? Schon lange vorher da, waren die von denen ich spreche alle schon. Es sind nämlich einfach dir Regeln des Zusammenlebens.

Atropos hat geschrieben:Du sollst nicht falsch Zeugnis reden : tja, was heisst das schon. Jeder Zeuge hat was anderes gesehen..
Du verwechselst da was. Was du gesehen hast, hast du gesehen, ob es eine Fehleinschätzung ist oder nicht spielt da keine Rolle. Falsch Zeugniss ablegen heist absichtlich zu lügen.

Atropos hat geschrieben:Du sollst den Feiertag heiligen: ja, vor allem den Buß- und Bettag, der kostet uns arbeitende Menschen mehr als ein freier Tag wert ist...
Da steht nur Feiertag, keine Klassifizierung. Das schließt auch Geburtstage, Richtfeste usw. usf. mit ein. Und das bedeutet einfach, vergiss nicht dich an dem zu erfreuen was ist oder was du geschaffen hast.

Atropos hat geschrieben:Du sollst nicht ehebrechen: schon in Ordnung, aber gilt die Steinigung als Strafe auch für den ehebrechenden Mann?...
vielleicht könnte dieses Gebot verallgemeinert werden und dann "Du sollst nicht betrügen" heißen. Denn darum geht es eigentlich. Und wie gesagt von Bestrafung steht nix im Gebot.



Atropos hat geschrieben:Alles in allem Murks. Besonders aus psychologischer Sicht. Du sollst nicht ... ist eine Einladung für ... mach doch, dann haue ich dich.?...
nochmal Atropos, die Gebote gelten für alle Menschen, also gibt es da keinen der hauen darf. Und eine göttliche Bestrafung für schlechtes Verhalten gibt es in jeder Religion.



Atropos hat geschrieben:...Wie wird sich das wohl auf das Selbstverständnis des Chefs auswirken? Ob er wohl tatsächlich meint, die Arbeit eines Lehrlings oder einer Sekertärin wäre genauso wertvoll wie seine? Na? Mal ehrlich. Es geht übrigens auch anders rum. Es gibt wohl kaum einen Arbeiter oder Handwerker (oho, Vorsicht Verallgemeinerung) der meint, dass "die da im Büro" tatsächlich arbeiten. "Die da oben", gemeint sind Politiker, sind genauso unter Generalverdacht. Genauso wie bei manchen Grüne, Atomenergiegegener, Karrierefrauen und ich weiß nicht was unter Generalverdacht sind.
genau so habe ich es ja geschrieben, und deswegen darf das auch nicht von Ständen sondern nur von Menschen als Individuum aus betrachtet werden. Jeder hat jeden unter Verdacht. Und für jeden gibt es einen dem mensch die Schuld gibt.

Und erinnerst du dich "Du sollst nicht begehren...." :wink:
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Beitragvon Atropos » 22.09.2009, 18:57

Lieber Rati, die Verbrechen, die die Kirche begangen hat, prägen nicht mich (nochmals Dank an das gütige Schicksal, im hier und jetzt zu leben), sondern meine Sicht auf die Kirche. Ich rede immer von der Institution und deren feudalistischen Führern und nicht vom Otto-Normal-Christen. Die Kichen(n) ist eine durch und durch morbide und pervertierte Einrichtung, die ihre Macht aus Angst vor Strafe bezieht. Jede andere Institution oder Gesellschaftsform, die sich derartig schuldig gemacht hat, ist in blutigen und opferreichen Kämpfen untergegangen oder wird im Staub der Geschichte versinken. Dessen bin ich mir sicher, weil die Menschheit für lernfähig halte - meine Utopie. Nicht so die Kirche, weil sie den Geist und die Seelen der Menschen gefangen hält und ihnen die haarsträubensten Lügen auftischt.



Glaubst du, irgend ein Verbot (was die Gebote fast ausschließlich sind) wäre jemals ohne Strafe ausgekommen? So etwas gibt es nicht. Und die Kirche straft reichlich und bleibt ihrerseits straflos. Das ist es, was mich maßlos ärgert. Naja, vielleicht nicht ganz straflos. Die Mitglieder treten aus und so wird sie vielleicht eines Tages in sich zusammen fallen wie ein Vampir, der kein Blut mehr kriegt.



Sicher ist es so, dass es Schnittmengen mit allgemein gültigen Moralvorstellungen gibt. Das heißt aber nur, dass die Menschheit als Ganzes einen intuitiven Moralkodex hat. Wiederum kein Verdienst der Kirchen. Die wichtigste Vorschrift, das Tötungsverbot, hat für sie selbst zu keiner Zeit irgend eine Rolle gespielt, wenn es dem Machterhalt dient. Keine Kollaboration war zu dreckig, kein Verrat zu schändlich um nicht begangen zu werden.



Lasst euch bitte nicht blenden von dem , wie es heute ist. Noch vor wenigen Jahrzehnten sind Kinder und Jugendliche in "Erziehungsanstalten" grausam gequält worden, wie in den sog. Jugendwerkhöfen. Von Nonnen. Nonnen !!! Und warum: weil sie ein bißchen durchgedreht, oder aufmümpfig oder absonderlich oder kleine Langfinger waren.



Ich gehe nicht nochmal auf jedes Gebot ein, nur soviel. Einiges war durchaus sarkastisch gemeint, wie z.B. die Steinigung oder die subjektive Wahrnehmung von Zeugen. Und hauen darf Gott (mein ist die Rache) und seine Sachwalter auf Erden. So lange sie gelassen werden.



Der Vergleich Kind-Erwachsener trifft zu, aber in anderem Zusammenhang. Diese und andere Religionen behandelt Erwachsene wie unmündige, komplett unwissende, unbedarfte Kinder. Nur dann hätte der Übervater überhaupt Sinn. Allmählich kraxeln wir uns aus dem Stadium allerdings heraus. Es braucht keinen Vater/großen Führer/MarxEngelsLenin mehr. Als Erwachsene sind wir für unseren Glauben und unsere Moral selber verantwortlich, ohne das Wort eines Gottes.
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Beitragvon Soulslayer » 22.09.2009, 19:38

Atropos hat geschrieben:Sicher ist es so, dass es Schnittmengen mit allgemein gültigen Moralvorstellungen gibt. Das heißt aber nur, dass die Menschheit als Ganzes einen intuitiven Moralkodex hat. Wiederum kein Verdienst der Kirchen.


Das sagen die Atheisten schon lange, und ich finde sie haben recht. Allerdings sollte hier differenziert werden: Moral ist kulturell bedingt, Ethik ist universell.



Atropos hat geschrieben:Allmählich kraxeln wir uns aus dem Stadium allerdings heraus. Es braucht keinen Vater/großen Führer/MarxEngelsLenin mehr. Als Erwachsene sind wir für unseren Glauben und unsere Moral selber verantwortlich, ohne das Wort eines Gottes.


Kriechen wie Schnecken passt eher finde ich. Die Menschheit ist meiner Meinung nach gerade erst am Anfang der Pubertät angekommen, von einer erwachsenen Menschheit kann keine Rede sein.



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"Viele Menschen würden eher sterben als denken. Und in der Tat: Sie tun es." – Bertrand Russell

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Beitragvon Rati » 23.09.2009, 22:27

Hi Atropos,



mit allem was du im letzten Beitrag geschrieben hast, hast du Recht

und

Atropos hat geschrieben:..Lieber Rati, die Verbrechen, die die Kirche begangen hat, prägen nicht mich
prägen war vieleicht nicht der richtige Ausdruck.

Die unterschiedliche Herangehensweise ist folgende:

Atropos hat geschrieben:... Ich rede immer von der Institution und deren feudalistischen Führern und nicht vom Otto-Normal-Christen.


wärend ich - und ich denke auch Chorge- nur von diesen acht bis zehn Sätzen in diesem Buch reden und keinesfalls von der Kirche. Diese Sätze könnten auch in einem Roman von Tollkin stehen. Die meiner Meinung nach bestehende Richtigkeit der Aussage wäre die gleiche und in diesen Sätzen wird ebend nicht von Bestrafung gesprochen. Es gibt sogar Sätze in diesem Buch, die davor warnen zu bestrafen.

Losgelöst von allen Institutionen und Menschgemachten Strafgerichten sind es ebend Grundregeln des Zusammenlebens. Mehr wollte ich nicht sagen.
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Beitragvon Atropos » 24.09.2009, 19:08

Ist schon klar, Rati. Nur kannst du (leider) nicht das eine ohne das andere kriegen. Die Gebote sind nun mal jüdisch (da von Moses zur Erde gebracht) - christlich. Meiner Meinung nach kann man die Entstehungsgeschichte und ihre Auswirkungen nicht einfach ausblenden. Das gehört zusammen. Wenn in den Geboten keine Strafe erwähnt ist, dann heisst das nur, dass die Hebräer damals keine ordentlich ausgebildeten Juristen hatten. :wink: In der Folgezeit ist bei Strafgesetzen immer der Tatbestand (wer das und das macht) zusammen mit der Strafe (Hand ab, Verbannung, Verurteilung auf Bewährung, so der zivilisatorische Fortschritt) genannt. Wie sich das gehört in einem ordentlichen Gemeinwesen. Wenn die Gebote keine Strafe nennen, heißt das noch lange nicht, dass es keine gibt. Das ist so, als wenn du eine Flasche Wein ähäm Met in der Mitte durchteilen wolltest. Der Inhalt geht verloren.



Ich meine, dass es in der nordischen Religion keinen Verhaltenskodex für Menschen gibt. Bitte korrigiert mich, wenn das nicht stimmt. Falls es stimmt, war das sehr weise. Und naheliegend, schließlich gab es keinen allgewaltigen Alleinherrscher. Auf diese Weise hatten die Menschen wesentlich mehr Freiheiten und auch Verantwortung für ihre Gesellschaft. Das und die Möglichkeit, sich im Rahmen ihrer eigenen Tradition weiter zu entwickeln, ist ihnen genommen worden. Ich sehe daher keinen Grund, IRGENDetwas aus dem Kontext des Christentums für allgemeingültig zu halten, ganz einfach weil sie es - sorry - versaut haben.
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Beitragvon Rati » 25.09.2009, 08:45

Atropos hat geschrieben:...Die Gebote sind nun mal jüdisch (da von Moses zur Erde gebracht) - christlich.....
siehst du wohl, meiner Meinung nach ist nur dieses Buch christlich, nicht die Gebote. Die sind - vom Sinn her- nur übernommen.

Deshalb:

Atropos hat geschrieben:...Meiner Meinung nach kann man die Entstehungsgeschichte und ihre Auswirkungen nicht einfach ausblenden......
wäre das dann auch nur ein Teil der Entstehungsgeschichte.

Du sollst nicht töten, du sollst nicht lügen, nicht stehlen, nicht betrügen, nicht beneiden, nicht hassen. Alles viel älter als Christen, Ägypter und Babylonier. Ich denke selbst Australopitikus mußte diese sozialen Grundregeln schon erkannt haben (was nicht heist das er sie befolgte).

Atropos hat geschrieben:...Ich meine, dass es in der nordischen Religion keinen Verhaltenskodex für Menschen gibt. ......
nun ja, ob es nen direkte Verhaltenskodex gab weis ich jetzt nicht (vieleicht Thorhall falls er das hier liest), was es aber gab war die Bestrafung einer schändlichen Tat durch göttliche Gesetzmäßigkeit (auch als Konsequenz / Kausalität -sowohl körperlich wie auch seelisch - bezeichenbar) nach dem Tot. Leider weis ich nur ein Beispiel. Mörder landeten nach dem Tot in Hell in einem eißigen Fluß in dessen reißenden Fluten scharfe Messerklingen trieben. Was ich noch weis ist, das es in Hell verschiedenste "Abteilungen" gab für jede Art von Verfehlungen eine bestrafende Konzequenz.

Und ich denke, das diese Bestrafungen ob nun bei den Christen, den Germanen oder den Budisten (schlechtes Karma) nichts anderes darstellen als Kausalität, die sich natürlich nicht nur nach dem Tot offenbart.
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Beitragvon Atropos » 26.09.2009, 21:18

Du sagst ganz richtig, Rati, wenn es Etwas allgemein gültiges gibt, dann ist es wesentlich älter als das NT. Ergo hat es keinen Sinn, das Allgemeingültige als christlich zu bezeichnen. Bei den zehn Geboten denkt jeder sofort an den christlichen Kontext. Und der Pferdefuß daran ist dermaßen groß, dass ihn Blinder mit Krückstock sieht.



Das Manko an allen Vorschriften, die auf Belohnung oder Bestrafung im Jenseits anstellen, ist die Verschiebung der Konsequenz auf den Sankt-Nimmerleins-Tag. Die Möglichkeit, dass eine solche jenseitige Konsequenz existiert, stelle ich keineswegs in Abrede. Ich war schließlich noch nicht da. :wink: Da wir es nun mal nicht wissen, bleibt uns nur, das Strafgericht einfach zu ignorieren. Die Aufgabe, die sich statt dessen stellt, ist ungleich schwerer: wir müssen herausfinden, welche Folgen unsere Taten haben, was sie für uns selbst und für andere bedeuten. Und da sind die zehn Gebote - wie so vieles im Christentum - einfach zu kurz gesprungen.
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Beitragvon Rati » 06.10.2009, 08:16

Atropos hat geschrieben:Bei den zehn Geboten denkt jeder sofort an den christlichen Kontext....
Mhmm, das ist es was ich mit prägen meinte. Ich bin immer noch ziemlich gut in der Lage zwischen den Dingen die im Testament stehen und denen die in den angehangenen Briefinetpretationen stehen zu trennen. Im Testament steht ebend nichts von Strafen, im Gegenteil. Da stehen solche Sachen wie "Wer ohne Sünde ist werfe den ersten Stein" oder "richte nicht!" Das ist ehrlich gesagt das in meinen Augen das echte Christentum. Der ganze andere Schrott ist eine Verkrüppelung dieses Glaubens, zurückgestutzt von einer Vision friedlichen Zusammenlebens auf Machtansprüche einer Menschengruppen.

Atropos hat geschrieben:...Das Manko an allen Vorschriften, die auf Belohnung oder Bestrafung im Jenseits anstellen, ist die Verschiebung der Konsequenz auf den Sankt-Nimmerleins-Tag...
Ja und nein. Es bedeutet nämlich: Selbst wenn es dir gelingen sollte nicht erwischt zu werden, selbst wenn du genug Geld haben solltest um dich vor allen Gerichten frei zu kaufen, wirst du am Ende deiner gerechten Bestrafung nicht entkommen. Also überlege dir genau was du tust, denn du wirst die Konzequenzen tragen.
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Beitragvon Atropos » 06.10.2009, 20:21

Ich weise noch einmal auf die Offenbarung des Johannes hin, das IST Teil des NT und trieft nur so vor Hass und Mordlust.

Wie gesagt, man kriegt das eine nicht ohne das andere.



Die Belohnung oder auch Strafe auf das jüngste Gericht zu verschieben, untergräbt die Verantwortung der Menschen untereinander. Das weltliche Gesetz war für die ersten Christen (die wahren?) einfach nur lachhaft und ohne jeden Belang. Das ist es auch, was die Römer so zur Weißglut gebracht hat.

Außerdem verdammt so eine Haltung die Ausgenutzten, Betrogenen und Gedemütigten dazu, das ihr Leben lang hinzunehmen. Was irgendwann beabsichtigt war, so dass für die Herrschenden das Christentum ein "Geschenk Gottes" war. In diesem Zeichen ...
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