bunt gewürfelt

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Beitragvon TROLL » 22.12.2010, 19:19

Hallöle



Warum sollte eine Diskussion ergebnisorientiert sein?



Eine Diskussion sollte deswegen ergebnisoffen und ergebnisorientiert sein, damit eine Person die 40 Stunden pro Woche Holz fällen muß, zur Zeit mit Winterdienst locker auf 80 Stunden kommt und obendrein noch familiäre und soziale Verpflichtungen hat, einen Sinn darin sieht sich an ihr zu beteiligen.

Wenn immer nur Totschlagargumente und Killerphrasen "wie das ist Schwachsinn" verwendet werden, anstatt auf Argumente einzugehen, sinkt die Bereitschaft dafür Zeit zu investieren beträchtlich und zwar aus meiner Sicht absolut zurecht.



mehr zum Thema vielleicht später

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Beitragvon Soulslayer » 23.12.2010, 02:14

TROLL hat geschrieben:Eine Diskussion sollte deswegen ergebnisoffen und ergebnisorientiert sein, damit eine Person die 40 Stunden pro Woche Holz fällen muß, zur Zeit mit Winterdienst locker auf 80 Stunden kommt und obendrein noch familiäre und soziale Verpflichtungen hat, einen Sinn darin sieht sich an ihr zu beteiligen.


Das ist deine subjektive Meinung. Nicht die einer "Person". Deine. Und jeder hier hat so eine mehr oder weniger subjektive Meinung. Mancher würde das vielleicht als Problem betrachten, ich nicht.

Was wäre für dich denn ein lohnendes Ziel einer Diskussion? Dass schließlich alle ja und amen zu einer Meinung sagen? Das wird selten bis nie passieren.

Gegen "ergebnisoffen" ist nichts einzuwenden, aber "ergebnisorientiert" hat doch immer so einen Beigeschmack von "leistungsorientiert", findest du nicht? Wozu sich den Stress auch noch hier machen?





TROLL hat geschrieben:Wenn immer nur Totschlagargumente und Killerphrasen "wie das ist Schwachsinn" verwendet werden, anstatt auf Argumente einzugehen, sinkt die Bereitschaft dafür Zeit zu investieren beträchtlich und zwar aus meiner Sicht absolut zurecht.


Ich habe fast den Eindruck, du und ich lesen nicht das selbe Forum. Wo sind diese allgegenwärtigen Totschlagargumente und Killerphrasen deiner Meinung nach denn?
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Beitragvon Atropos » 25.12.2010, 12:20

Ergebnisoffen und ergebnisorientiert schließen sich m.E. aus. Ergebnisoffen kann sowohl bedeuten, dass ein Ergebnis herauskommen kann aber nicht muss als auch, dass nicht von vorh herein feststeht, welches Ergebnis das sein soll.

Ergebnisorientiert meint wohl, dass eine Diskussion nur dann zu führen sei, wenn es ein Resultat gibt. Das kann man machen, wenn man gemeinsam eine Aufgabe erledigen will und sich über den Weg und die Methoden verständigt. Aber doch sicher nicht, wenn man einfach nur Gedanken austauschen will. Das hat sicher auch etwas Spielerisches und hat nur dann Sinn, wenn man Lust zum Spielen hat. Andernfalls setzt man sich selbst unnötig Schranken.



Nein Soul, natürliche Zahlen brauchen nicht auf Bäumen zu wachsen. Eine richtig d(t)rollige Idee! :lol: Ich meinte tatsächlich Natürliche Zahlen, so ein kleiner Unterschied kann's machen. Ich will auch kurz erklären, wie ich dazu kam. In der Grundschule hatte meine Tochter eine Lehrerin, sowas von Ignoranz ist mir vorher und nachher nicht wieder begegnet. Die Kinder sollten etwas zu ihren Berufswünschen (8jährige :roll: ) erzählen. Eines sagte Tierforscher und wurde abgekanzelt mit dem Bemerken, über Tiere wäre alles bekannt, das sei überflüssig. Bei der Gelegenheit hat dieses Schaf (sorry Schafe) auch noch behauptet, es gäbe keine negativen Zahlen. Das bekam ich brühwarm zu Hause erzählt und konnte nur abwinken und sagen, Kind pass schön auf im Matheunterricht, dann siehste du schon. Der Gedanke hatte sich aber festgesetzt und grummelte im Untergrund so vor sich hin. Und so kam ich auf die Idee, dass selbst die so vertrauten und sich natürlich "anfühlenden" Zahlen künstlich sind. Das heißt bei weitem nicht fehlerhaft oder gar nutzlos. Nein, eben eine ideale Vorstellung, die stark vereinfacht.
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Beitragvon TROLL » 25.12.2010, 16:22

Boaaaaaahhhh!

Jetzt hört aber mal auf alles so zu zerreden, es wird lanxam lächerlich.



Tut doch nicht so als wäre es oier größtes Vergnügen an einer Diskussion teilzunehmen bei der oier Gegenüber überhaupt kein Interesse daran hat, daß dabei am Ende (bzw. auf dem Weg dorthin) etwas herauskommt. Ich wünsche mir das näxtes Mal zum Geburztag, daß ich mit jemandem diskuttieren darf der zu jedem Argument immer nur sagt: "nö.... nö... nö.... nö......". :lol:

Ist doch Irrsinn, so mag niemand diskuttieren und das ist mit ergebnisorientiert gemeint. :lol:



Mathematik

Soulslayer hat den klar definierten Preis einfach wegzitiert.

Ich hatte klar definiert, daß ein kg Äpfel 1,99 kosten sollen. Das ist zwar für einen Bio-Laden kein besonders realistischer Preis, aber es ist auch egal, es kann von mir aus jeder Preis sein, aber in diesem Beispiel soll das jetzt einfach mal 1,99 sein.

Dieser Preis ist Dir bekannt und Du schixt einen Dir bekannten Troll mit genau dieser Summe in den Laden um ein Kilo Äpfel zu erwerben und beobachtest das Geschehen aus sicherer Entfernung. Als der Troll wieder herauskommt hat er das Geld nicht mehr bei sich, sondern stattdessen ein Kilo Äpfel, eine Netzmelone, ein Päckchen Haferflocken und ein Glas Naturjoghurt mit Verfallsdatum von gestern. Was schließt jetzt Dein (oier aller) mathematisch geschulter Geist daraus?

Das ist schon korrekt, daß Mathematik eine Art abstrakte Sprache ist, mit der man abstrakte Probleme in einen Bezuxrahmen bringen und möglicherweise in der Theorie lösen kann (..."künstlich, idealisiert und stark vereinfacht...."). Aber wenn ich beschließe in der Nase zu bohren, dann bevorzuge ich immernoch die Methode meinen Finger oder ein Taschentuch hineinzustopfen und mache keine Gleichung mit 5 Unbekannten daraus.



P.S.: Auf meinem Schreibtisch liegen während ich hier schreibe -10 Golfbälle. Vielleicht sind es auch -11 ich schaue nochmal genau nach. :wink:



Kommen wir also mal wieder zurück zu dem anderen paralell in diesem Thread verlaufenden Thema, nämlich Geld.

Da muß ich bei Atropos energisch einhaken, denn mit Geld zu Wohlstand zu kommen ist in unserer Zeit nahezu unmöglich. Die Möglichkeiten die Geld innewohnen sind fast unendlich, aber das geht in eine andere Richtung, ich will weiter dran bleiben die Natur des Geldes zu entzaubern, was ihr sonst mit irgendwelchen Runen macht ist oire Sache.

Geld ist als Tauschmittel konzipiert und funkzioniert als solches ganz einfach und seit Jahrtausenden tadellos, aber es ist in unserer Zeit vollkommen von den realen Gegenwerten entkoppelt und gefährdet nicht trotzdem, sondern gerade deswegen den Wohlstand der gesamten Menschheit. Nicht gerade in geringem Ausmaß wie wir gerade in diesem Jahr gesehen haben.

Geld besitzt einen Gegenwert in Form von Schuld, für jeden Pfenning der irgendwo auf einem Konto herumschwirrt existiert ein Gegenwert an eingetragener Schuld die sich jemand verpflichtet hat abzutragen. Wenn man alle Schulden auf der ganzen Welt zusammenzählt und mit dem gesammelten Guthaben verrechnet lautet das Ergebnis 0. Das heißt dort wo keine Schulden sind ist auch kein Geld.

Geld tut man auf die Bank und bekommt davon Zinsen. (Woher kommen diese Zinsen eigentlich?) Ganz klar will niemand auf seine 0,5% verzichten, egal wie wenig das ist, es steht einem zu. Klar ist aber auch, daß manche Menschen einfach ein par Milliarden besitzen und dementsprechend wirklich fett daran verdienen. Wer erwirtschaftet das was diese Menschen an Zins verdienen, bzw. auf wessen Namen ist die Schuld für dieses Geld eingetragen?

Man sieht sofort auf den ersten Blick, daß dieses System nur dann funkzionieren kann, wenn immer und immer wieder genug Menschen bereit sind Schulden zu machen, damit das Geld entsteht um die Zinsforderungen zu bedienen.

Ganz klar ist keiner gezwungen seine Karte zu überziehen, oder eine Playstation 3 auf Raten abzuzahlen, aber wenn es so einfach wäre, würden unsere Superreichen schon lange am Hungertuch nagen. Wenn die einzelnen Personen nicht bereit sind Schulden zu machen, dann tun es die Konzerne für sie. :idea:

Jede Firma braucht Kapital um produzieren zu können, für Löhne, Instandhaltung, Expansion und Innovazion und diese finanzieren sie aus Anteilen, Anleihen usw. und die daraus entstehenden Forderungen legen sie auf die Preise um. daraus folgt, daß jeder einzelne von uns im Laufe seines Lebens gewaltige Summen zur Bedienung von Forderungen locker macht, selbst wenn er/sie niemals sein Konto überzieht und auf alles verzichtet wofür das Geld nicht bar vorhanden ist.

Wenn man die Bevölkerung in 10 Soilen einteilt, wobei die ärmsten der Armen in der ersten und Prinz Charles in der 10. stehen, dann kann man ungefähr davon ausgehen, daß sich das Schuldgeldsystem erst ab Mitte der 9. Soile auszuzahlen beginnt. Dazu kommt dann, daß die Superreichen ihr Geld nicht für 0,5% auf der Kreisspaßkasse haben, sondern ganz anderst anlegen können und je mehr ihr Guthaben wäxt, umso mehr Schulden müssen auf die Gesamtbevölkerung umgelegt werden, umso mehr müssen sich Staaten und Firmen Jahr für Jahr mehr und mehr verschulden.

Das durchschauen nur nicht genügend Leutze. Die meisten ärgern sich immer nur darüber, daß der Preis für Bananen wieder um 3 Cent gestiegen ist und kaufen sich dann eine BILD-Zeitung, auf die ist noch Verlass, die erhöhen nicht so rücksichzlos den Preis. :lol:



viele liebe Grüße

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Beitragvon Soulslayer » 25.12.2010, 22:36

Atropos hat geschrieben:Und so kam ich auf die Idee, dass selbst die so vertrauten und sich natürlich "anfühlenden" Zahlen künstlich sind. Das heißt bei weitem nicht fehlerhaft oder gar nutzlos. Nein, eben eine ideale Vorstellung, die stark vereinfacht.


Hm... äh, also ja... meinst du, dass dir einfach bewusst geworden ist, dass Zahlen eben auch eine künstliche Erfindung sind? So wie Buchstaben eben?

Ich hab mir darüber eigentlich noch nie den Kopf zerbrochen. Einfach weil ich Zahlen noch nie für was anderes als künstlich gehalten habe.



Ach herrje - und ich dachte schon ich hätte verrückte Lehrer gehabt. :roll:





TROLL hat geschrieben:Tut doch nicht so als wäre es oier größtes Vergnügen an einer Diskussion teilzunehmen bei der oier Gegenüber überhaupt kein Interesse daran hat, daß dabei am Ende (bzw. auf dem Weg dorthin) etwas herauskommt.


Also ich glaube das Urteil darüber, was wir als Vergnügen empfinden und was nicht, solltest du besser jedem einzelnen überlassen.





TROLL hat geschrieben:Ich wünsche mir das näxtes Mal zum Geburztag, daß ich mit jemandem diskuttieren darf der zu jedem Argument immer nur sagt: "nö.... nö... nö.... nö......". :lol:

Ist doch Irrsinn, so mag niemand diskuttieren und das ist mit ergebnisorientiert gemeint. :lol:


Aha, du willst also, dass dir jemand auch mal zustimmt. Nun ja, das wird passieren wenn du auf jemanden triffst, der deine Meinung teilt oder wenn du jemanden von deinen Argumenten überzeugen kannst. So lange das nicht passiert, wird auch niemand zustimmen. "Nö... nö... nö..." sagt hier allerdings sicher keiner. Argument vs. Gegenargument. Genauso gut könnte ich behaupten, dass du zu meinen Argumenten immer nur "nö... nö... nö..." sagst - was du nicht tust; du bringst ja auch Gegenargumente.



Wie gesagt, was eine wünschenswerte Bilanz einer Diskussion ist, darüber gehen die Meinungen auseinander. So magst du vielleicht nicht diskutieren, aber nicht "niemand" - ich hab damit z.B. kein Problem. Ich habe auch damit kein Problem, wenn man am Ende einer ausführlichen Diskussion einfach ohne übereinstimmende Meinungen etc. auseinandergeht (naja, meistens habe ich damit kein Problem *denkt an die eine oder andere Diskussion mit Schnitzer :wink:*).





TROLL hat geschrieben:Ich hatte klar definiert, daß ein kg Äpfel 1,99 kosten sollen. Das ist zwar für einen Bio-Laden kein besonders realistischer Preis, aber es ist auch egal, es kann von mir aus jeder Preis sein, aber in diesem Beispiel soll das jetzt einfach mal 1,99 sein.

Dieser Preis ist Dir bekannt und Du schixt einen Dir bekannten Troll mit genau dieser Summe in den Laden um ein Kilo Äpfel zu erwerben und beobachtest das Geschehen aus sicherer Entfernung. Als der Troll wieder herauskommt hat er das Geld nicht mehr bei sich, sondern stattdessen ein Kilo Äpfel, eine Netzmelone, ein Päckchen Haferflocken und ein Glas Naturjoghurt mit Verfallsdatum von gestern. Was schließt jetzt Dein (oier aller) mathematisch geschulter Geist daraus?


Ich sehe nicht, wo das Problem liegt... Wahrscheinlich weil mein mathematisch geschulter Geist einfach daraus schließen würde, dass die Äpfel eben billiger geworden sind, weil Preise Objekten künstlich zugeordnete mathematische Variablen sind. Wie bei einem Tauschhandel: für ein Schwein würde man von einer Person vielleicht eine Kuh bekommen, von einer anderen Person zwei Ziegen. Genauso wenig wie man für ein Schwein immer eine Kuh bekommen muss, muss ein Apfel immer 1,99 kosten.





TROLL hat geschrieben:P.S.: Auf meinem Schreibtisch liegen während ich hier schreibe -10 Golfbälle. Vielleicht sind es auch -11 ich schaue nochmal genau nach. :wink:


Und in meinem Garten stehen unglücklicherweise -5 Kampfjets (und, den Göttern sei Dank, 0 Tom Cruise :twisted:). Und? Mathematik kann sowohl als theoretische Spielerei als auch als praktisch anwendbares System verwendet werden. Es kommt darauf an wie man sie verwendet. Manchmal ist es sinnvoll etwas mathematisch auszudrücken und manchmal eben nicht. Ich brauche für's Nasenbohren genauso wenig eine mathematische Gleichung wie du. Jemand, der so richtig auf Mathematik steht, könnte aber auch dazu eine mathematische Gleichung erfinden. Nicht, dass das sinnvoll wäre, aber es wäre eben möglich - genauso wie er über seine Nasenbohrerei einen Aufsatz schreiben könnte.
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Beitragvon TROLL » 25.12.2010, 23:36

Soulslayer hat geschrieben:Ich sehe nicht, wo das Problem liegt... Wahrscheinlich weil mein mathematisch geschulter Geist einfach daraus schließen würde, dass die Äpfel eben billiger geworden sind, weil Preise Objekten künstlich zugeordnete mathematische Variablen sind. Wie bei einem Tauschhandel: für ein Schwein würde man von einer Person vielleicht eine Kuh bekommen, von einer anderen Person zwei Ziegen. Genauso wenig wie man für ein Schwein immer eine Kuh bekommen muss, muss ein Apfel immer 1,99 kosten.

TROLL hat geschrieben:P.S.: Auf meinem Schreibtisch liegen während ich hier schreibe -10 Golfbälle. Vielleicht sind es auch -11 ich schaue nochmal genau nach. :wink:


Und in meinem Garten stehen unglücklicherweise -5 Kampfjets (und, den Göttern sei Dank, 0 Tom Cruise :twisted:). Und? Mathematik kann sowohl als theoretische Spielerei als auch als praktisch anwendbares System verwendet werden. Es kommt darauf an wie man sie verwendet. Manchmal ist es sinnvoll etwas mathematisch auszudrücken und manchmal eben nicht. Ich brauche für's Nasenbohren genauso wenig eine mathematische Gleichung wie du. Jemand, der so richtig auf Mathematik steht, könnte aber auch dazu eine mathematische Gleichung erfinden. Nicht, dass das sinnvoll wäre, aber es wäre eben möglich - genauso wie er über seine Nasenbohrerei einen Aufsatz schreiben könnte.




Siehst Du ich brauche mir gar nicht zu wünschen, daß mir jemand zustimmt, denn hier saxt Du haargenau das gleiche was ich zum Anfang dieser Mathe-Diskussion ausgesagt habe. Nämlich, daß mathematische Logik nicht immer die sinnvollste Variante ist einen Sachverhalt zu betrachten. :lol:

Meiner Ansicht nach ist das vor allem so, weil es eklatant umständlich ist den Faktor Mensch in Formeln ausdrücken zu wollen. Deswegen meine Aussage mit den alten Griechen, man könnte genausogut sagen: "wer glaubt fürs Nasebohren eine Gleichung aufstellen zu müssen onaniert geistig...." aber lassen wir das......



Ich habe übrigens auch kein Problem damit, wenn ich mit jemandem diskuttiere ohne ihn letztendlich von meinem Standpunkt zu überzoigen, oder auch letztendlich von seinem überzoigt zu werden. Ich kann es nur nicht leiden, wenn jemand anstatt zu argumentieren, einfach alle anderen Meinungen sehr schroff und schon im Ansatz für ungültig erklärt und notfalls einfach vom Thema ablenkt und bereiz festgesetzte Variablen einfach wieder verschwinden läßt usw...... aber soetwas derartiges trifft auf Dich üüüüüüüüüüberhaupt nicht zu, mach Dir also keine Gedanken! 8)



viele liebe Grüße

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Beitragvon Soulslayer » 26.12.2010, 00:00

TROLL hat geschrieben:Siehst Du ich brauche mir gar nicht zu wünschen, daß mir jemand zustimmt, denn hier saxt Du haargenau das gleiche was ich zum Anfang dieser Mathe-Diskussion ausgesagt habe. Nämlich, daß mathematische Logik nicht immer die sinnvollste Variante ist einen Sachverhalt zu betrachten. :lol:


Äh... na das dürfte ja wohl völlig klar sein oder? Das beansprucht die Mathematik für sich auch nicht. Hat sie nie. Das willst nur du ihr anhängen.



Ich habe keine Variablen verschwinden lassen - ich habe sie durchaus in jeder meiner Antworten berücksichtigt.

Außerdem gibt es keine "festgesetzten Variablen". :roll:
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Beitragvon Atropos » 26.12.2010, 12:32

Ja Soul, es ist mir klar geworden, dass Zahlen künstliche Ausdrucksformen sind. Wobei, so restlos bin ich immer noch nicht davon überzeugt, da bist du schon einen Schritt weiter. Immerhin spricht die Mathematik auch von natürlichen Phänomenen bzw. sie ist die Sprache, der sich Physik, Astronomie, Chemie etc. bedienen, um Natur zu beschreiben.



Troll, wenn dich eine Diskussion langweilt, warum lässt du es nicht einfach? Wo ist das Problem?

Ich möchte dir allerdings widersprechen, soweit du meinst, man kann mit Geld nicht zu Wohlstand kommen. Aus deiner Rede scheint es so, dass du evt. eher selbst erarbeitetes Geld meinst im Ggs. zu Reichtum (was etwas anderes als Wohlstand ist), der jemandem zufällt durch bspw. Gelderträge. Übrigens ist Prinz Charles - im Vgl. zu den wirklich Reichen - eher ein "armer" Schlucker.
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Beitragvon Soulslayer » 27.12.2010, 03:52

Atropos hat geschrieben:Ja Soul, es ist mir klar geworden, dass Zahlen künstliche Ausdrucksformen sind. Wobei, so restlos bin ich immer noch nicht davon überzeugt, da bist du schon einen Schritt weiter. Immerhin spricht die Mathematik auch von natürlichen Phänomenen bzw. sie ist die Sprache, der sich Physik, Astronomie, Chemie etc. bedienen, um Natur zu beschreiben.


Hmm... ... Welche natürlichen Phänomene meinst du da?
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Beitragvon Atropos » 27.12.2010, 13:51

Die einfachste Art des Rechnens sind addieren und subtrahieren. Nebenbei: ich hasse es wie die Pest, wenn jemand bei einer Email "minus" sagt. DA WIRD KEINE SUBTRAKTION AUSGEFÜHRT! Das ist ein gottverdammter Bindestrich!

Also, es wird gezählt beim Lebensalter, beim weiblichen Zyklus, bei Jahreszeiten. Wesentlich raffinierter ist es, den Erdumfang bzw. Durchmesser zu berechnen. Alsdann hätten wir noch Sonnenfinsternisse, Gezeiten und die Rechnerei mit Mengen z.B. für Vieh, Getreide etc. Na und wie wäre es mit der Zahl Pi? Die flutscht doch weg wie ein Aal? :lol:
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Beitragvon TROLL » 27.12.2010, 18:44

Holla



Wer sagt denn, daß mich die Diskussion langweilt?



Es spielt für mich keine Rolle, ob Geld, oder Wohlstand selbst erarbeitet ist. Tazächlich könnte man im sozialen Kontext sogar so argumentieren, daß das gar nicht möglich ist, sondern aller Besitz vom Kollektiv erarbeitet ist. Aber überlege Dir gut, was es bedoitet am Netzwerk "Geld" teilzunehmen, denn jede müde Mark die Du hast, hast Du gleich mehrfach bezahlt und um die näxte zu bekommen mußt Du wieder mehr bezahlen als für die vorherige. Selbst wenn Du sehr gute Geldanlagen hast, erhälzt Du zur Zeit vielleicht 2,2% bis 3,5% wie viel bezahlst Du aber umgekehrt an Tilgung, verdeckt durch Konsumgüter und den Staat?

Prinz Charles übrigens scheint Dich sehr erfolgreich glauben zu machen, daß er in Wirklichkeit gar nicht so reich ist (gibt auch sicherlich noch reichere). Immerhin gehört er zu einer Investorengruppe die erst in den Jahren 2009 und 10 insgesamt rund 150 Milliarden Oiro vom doitschen Stoierzahler überwiesen bekommen hat und auch als einer der Haupteigentümer des WWF gehandelt wird. Ist das nichz? Das ist doch was.



viele liebe Grüße

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Beitragvon Soulslayer » 27.12.2010, 23:44

Atropos hat geschrieben:Nebenbei: ich hasse es wie die Pest, wenn jemand bei einer Email "minus" sagt. DA WIRD KEINE SUBTRAKTION AUSGEFÜHRT! Das ist ein gottverdammter Bindestrich!


:lol: Bild



Atropos hat geschrieben:Also, es wird gezählt beim Lebensalter, beim weiblichen Zyklus, bei Jahreszeiten. Wesentlich raffinierter ist es, den Erdumfang bzw. Durchmesser zu berechnen. Alsdann hätten wir noch Sonnenfinsternisse, Gezeiten und die Rechnerei mit Mengen z.B. für Vieh, Getreide etc. Na und wie wäre es mit der Zahl Pi? Die flutscht doch weg wie ein Aal? :lol:


Das ist richtig - es wird gezählt, es wird gerechnet. Pi drückt ein bestimmtes, schon vorhandenes Verhältnis mathematisch aus. Unser Kalender ist eine erfundene Angelegenheit, obwohl er sich am Umlauf der Erde um die Sonne orientiert (und das ist nur unser Kalender; andere Länder, andere Kalender, obwohl sich alle irgendwie an den Jahreszeiten und/oder den Gestirnen orientieren - das sind zufälligerweise eben die am verlässlichsten wiederkehrenden Muster). Genauso gut könnte man den Gezeiten Farben zuordnen anstatt von Zahlen, aber die Mathematik erweist sich eben auch da als kürzester und effizientester Weg. Auf dem Mars verhalten sich die Jahreszeiten ganz anders als hier. Ein Tag auf der Venus dauert 243 Erdentage.

Mathematik wird auch verschieden ausgedrückt, wie du weißt - 100cm sind für uns eine ganz selbstverständliche Sache (sieht fast schon "natürlich" aus, ne), aber für jemanden aus dem englischen Sprachraum sind das 39,37 inches (mutet das noch immer selbstverständlich und "natürlich" an?). Das ist die selbe Länge, aber verschieden ausgedrückt, obwohl es in beiden Fällen Mathematik ist. Ein 100cm langer Ast ist nicht ein 100cm langer Ast, es ist einfach ein Ast. Der weibliche Zyklus ist auch nicht der weibliche Zyklus (andere Frauen, andere Zyklen; und sie sind noch nicht mal immer bei der selben Frau immer gleich lang), er ist einfach ein Zyklus. Jemand, der auf der Venus (heiß heiß heiß :shock: ) oder auf dem Pluto leben würde, würde bei einer Sonnenfinsternis auf ganz andere Zahlen kommen als ein Erdling.
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Beitragvon Atropos » 28.12.2010, 12:05

Ist alles o.k. Mir ging es nur darum, ein paar Bespiele auzuzählen :wink: , inwiefern sich Mathematik auch mit natürlichen Erscheinungen befasst. Ahh, da wären noch Beschleunigung und Schwerkraft.

Als das Menschentier über seine eigene Fruchtbarkeit nachgrübelte, hat es gleich noch das Rechnen mit Unbekannten und Variablen erfunden. :lol:



Troll, ich bin auch der Meinung, dass Wohlstand auch immer sozial sein muss. Sei es vom Gegenstand des Wohlstands her, sei es von der Verteilung. Und wenn das "Kollektiv" mich nicht für meine Arbeit bezahlen würde, hätte ich als Produzentin von Dienstleistungen nichts zum konsumieren.

Grundsätzlich halte ich nichts davon, Geld dadurch zu vermehren, in dem ich Geld anderen überlasse, damit sie damit treiben können, was sie wollen. Also liegt meine zweite Million trotzdem auf dem Sparbuch, da ich sie schlecht im Schrank verstecken kann.
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Beitragvon TROLL » 28.12.2010, 14:09

Alohale



Das ist sicherlich ein hehrer Gedanke, daß Wohlstand immer sozial sein muß, ich teile ihn sogar. Aber wenn Du Dein Geld auf der Bank hast, tust Du genau das: anderen Menschen Dein Geld überlassen, damit sie es benutzen können um wieder andere auszuboiteln.



Dann will ich jetzt auch mal etwas erzählen. :wink:

Ich erzähle, I tell (I count), Jag talar, Je conter (Je compter)....................



Einmal kam Prinz Charles ganz aufgeregt in die Bank und sagte: "Hey ihr solltet mir lanxam aber sicher mal meine Zinsen gutschreiben!"

Aber die Mitarbeiter der Bank machten betretene Gesichter und sagten sie könnten es nicht, weil sie die Summe nicht hätten. Da wurde Prinz Charles wütend und fragte nach dem Grund warum sie so unfähig seien, wo er ihnen doch seine 150 Milliarden die er vom doitschen Stoierzahler bekommen hat gegeben hat um damit zu wirtschaften. Die Bänker druxten eine Weile herum, dann faßte sich einer ein Herz und sprach: "Es liegt an Atropos, der alten Provokatöse, sie will einfach keine Kredite aufnehmen, sie hat ihr Auto abgezahlt und braucht jetzt kein noies, sie wohnt in ihrem ererbten Haus, sie braucht keine Playstation und keine Plasma-Glotze. Wie sollen wir sie zwingen sich zu verschulden?"

Da sagte Prinz Charles: "Stell oich nicht so dumm an! Sie kauft doch immer im Baumarkt Holz um ihre Runen reinzubrennen - kauft einfach den Baumarkt auf und zwingt dem Konzern einen Kredit auf um irgendein noies Großprojekt zu starten und die Kosten für diesen Kredit schlagt ihr auf die Preise drauf!"

"Aber lieber Prinz, woher sollen wir so viel Geld nehmen um den Baumarkt zu kaufen?"

"Das könnt ihr oich von meiner Mama mit 8,5% leihen und jetzt husch husch!"

Da waren alle Bänker überglücklich, daß sie eine Lösung gefunden haben und fortan machten sie es immer so. Sie fanden heraus wo die Menschen am liebsten einkauften und fanden die Besitzer dieser Läden sofort bereit bei dem Spiel mitzuspielen (so viele Besitzer waren das nämlich gar nicht). Der gute Prinz jedoch war sich einmal mehr bewußt geworden wie sehr das Geld das auf seinem Planeten zirkulierte doch in Wirklichkeit kollektives Eigentum war.



8)



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Beitragvon Soulslayer » 28.12.2010, 17:45

Atropos hat geschrieben:Als das Menschentier über seine eigene Fruchtbarkeit nachgrübelte, hat es gleich noch das Rechnen mit Unbekannten und Variablen erfunden. :lol:


So muss es wohl gewesen sein. :lol: Von wegen Mathematik ist eine Männerdomäne - das kann nur eine Frau erfunden haben. :wink: :lol:
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Beitragvon Atropos » 30.12.2010, 12:02

Das kannst du glauben! Mater - Meter - matrix - metrisch ... Mater zugleich Mutter und Maß.

So könnte es gewesen sein: Mama sitzt bei einer langweiligen Arbeit - Häute schaben oder so - und denkt sich "Himmel Sack Zement, wie wär's wenn ich einen Kalender erfinde? Das könnte bei der Aussaat mal nützlich sein." :wink:



Na Troll, da kennst du mich/uns aber ganz gut. :) Auto haben wir sofort und zur Gänze bezahlt, Plasma brauchen wir keinen, weil wir einen LCD haben, nachdem nach 16 Jahren Betrieb das Dampfradio in Farbe den Geist aufgegeben hatte und wir wohnen zur Miete, weil wir keine Lust hatten, uns zu verschulden. War nur gut so, da der Meinige einige Phasen Arbeitslosigkeit und eine längere Krankheit hinter sich hat. Nur bei einem liegst du falsch: ich kaufe niemals nich Holz für Runen im Baumarkt. Da geht der Mann ab und zu mal hin - überwiegend zu Unterhaltungszwecken - und kommt zu 90% mit 'nem Verteiler wieder.



Du hast natürlich Recht, immer wenn ich einer Bank mein Geld überlasse, geben die das an Kreditnehmer weiter oder verjubeln die Kohle in riskanten Anlagen. Das ist aber nicht mein Problem, weil die Bank für Privateinlagen bis 3 Mio Euro haftet; das reicht mir grade so. :wink:

Das Kreditgeben ist m.E. nicht so problematisch, wenn der Kreditnehmer sich nicht übernimmt. Der Krebsschaden sind die riskanten Anlagen, wo Leute (auch Jedermann) maßlos dran verdienen wollen, ohne selbst etwas dafür zu leisten. Oder Kredite für die Konsumtion aufnehmen, d.h. mit dem Geld keinen Gegenwert schaffen. Und leider hört das nicht auf, solange Wirtschaft und Politik nur "Wachstum" predigen.
Ich erwarte nichts, ich fürchte nichts, ich bin frei.

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Beitragvon TROLL » 31.12.2010, 17:44

Hallöle



Ja klar kenn ich Dich gut, kennst Du dieses komische Ding was man manchmal in Foren sieht, wo auf einem Schild steht: "....your running Windows XYZ on an BlaBlubb TripleCore with PornoviewXP Grafikkarte mit 850 Gig Cache..... have a nive day" :?:

Genau sowas habe ich serienmäßig eingebaut, aber nicht mit PC-Daten, sondern ich kenne immer alle Lebensumstände von Leutzen mit denen ich zu tun habe.



:roll:



Ne es ist nicht wirklich ganz so, aber eine gute Menschenkenntnis habe ich schon.

Das was ich geschrieben habe ist auch ganz repräsentativ für die ganze Bevölkerung gemeint. Du wohnst in der Stadt, da wohnt man in Miete, ich wohne auf dem Land, da will jeder gerne sein eigenes haben. Verschuldung steckt in beidem. Was macht es für einen Unterschied, ob man ein eigenes Haus mit einem Darlehen finanziert, oder ob man an jemanden Miete bezahlt, der damit den Kredit ablöst mit dem er das Haus gekauft hat?

Der Anteil der Bevölkerung die tazächlich in einem eigenen Heim, ganz ohne Schuldenbelastung (egal ob direkt oder indirekt) leben ist doch verschwindend gering. Noch viel geringer ist wohl die Anzahl derjenigen die gar nicht irgendwo etwas konsumieren was mit Schuld belastet ist (~0).

Es spielt keine Rolle ob man Holz im Baumarkt, oder Bananen bei Lidl kauft, damit bezahlt man Schulden ab und die Summe dessen was einem auf diesem Weg aus der Tasche gezogen und in die Tasche der Superreichen gepumpt wird ist ein vielfaches dessen, was man selber mit seinem Verdienst auf dem Kapitalmarkt erzielen könnte.

Da machen Risikoanlagen nicht wirklich einen Unterschied, das bildet man sich ein, weil es bequem ist, aber in Wirklichkeit haben Preisschwankungen die durch Spekulazion und Derrivatmärkte entstehen weniger Einfluß als der Zinseszins. Klar merkt man das immer mal ganz doitlich wenn der Sprit mal wieder pünktlich zur Urlaubssaison um 10 Pfenning steigt, aber das sind Peanuts im Vergleich dazu was in jeder Sekunde von Millionen Menschen gleichzeitig in die Schuldenblase geblasen wird. Es gibt Volxwirtschaftler die sagen, daß alle Güter die wir konsumieren mittlerweile mit ca. 20% ihres Preises zur Bedienung von Forderungen dienen, andere sprechen von 70%. Egal welche Zahl stimmt, mir ist schon 1% zu viel, vor allem weil ich die Dynamik des Zineszinseses verstehe.

Das was die Politik dazu predigt ist Kokolores und liegt wahrscheinlich daran, daß sie es selber nicht kapieren. Der tiefere Ursprung hinter all unseren momentanen existenziellen Problemen liegt an 2 Merkmalen unseres Tauschsystems: Geldschöpfung, d.h. daß jederzeit jede beliebige Menge an Geld aus dem Nichz erschaffen werden kann, gegen die Eintragung von Schulden für die Erzenkel und Zinseszins der dafür sorgt, daß die Menschheit immer tiefer in den Strudel der Verschuldung gezogen wird und immer mehr Abstriche auf dem sozialen Sektor und der Umwelt machen muß.



viele liebe Grüße

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Beitragvon Atropos » 02.01.2011, 12:53

So Troll, du bist enttarnt. Gib zu, du arbeitest mindestens für zwei Geheimdienste. Ich vermute den bayerischen und sächsischen Verfassungsschutz. Und willst uns zu anarchistischen Äußerungen verleiten! Ha! :lol:



Was die Geldwirtschaft angeht, was schlägst du denn vor, um diesen Übeln zu entgehen? Sollen alle schlagartig aufhören, zu kaufen? Viel Spaß auch bei dem Versuch, bei allen Firmen, die Geld von dir kriegen, bar zu bezahlen, nachdem du dein Girokonto geschlossen hast. Achso, brauchst du ja nicht mehr, wenn du weder Strom noch Telefon und schon gar keine Versicherung hast. Das geringere Übel: alle Firmen stellen Leute ein, die wieder bar kassieren. Das scheint mir eine gigantische Verschwendung zu sein, abgesehen davon, dass es niemals zurück geht. Jedenfalls nicht ohne ideologischen Firlefanz.

Nach einer finnischen Studie haben etwa 90% aller Kinder das Potential für eine akademische Bildung. Da dürften doch ein paar drunter sein, die bei der Lösung der wichtigen Fragen hübsch vorankommen sollten. Und nein, es wird fast niemand mehr gebraucht, der "arbeitet". Das machen die Hochgebildeten - sofern sie sich nicht zu irgendeinem Schwachsinn hinreißen lassen - und die Automation. Brauchst dir nur mal anzugucken, wie viele Menschen vor 100 Jahren zur Herstellung irgend eines Produktes notwendig waren und wie viele heute. Es liegt an den Gesellschaften und nicht an der Technik oder der Wissenschaft, welche Ergebnisse diese Prozesse hervorbringen.
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Beitragvon TROLL » 03.01.2011, 07:55

Ich enttarnt?

Das geht gar nicht, da gibz nichz zu enttarnen. :P



Tja "Ideologischer Firlefanz" ist wohl das Stichwort, ganz klar besteht die offensichtliche Gefahr, daß die Lösungen für diese Probleme im Paket mit irgendwelchen anderen, ihrerseiz widerum nicht tragbaren ideologischen Denkmustern kommen- Es ist auch sehr unwahrscheinlich, daß sie ohne radikale Umwälzungen kommen.

Ganz klar der allererste Lösunxansatz wäre absolutes Zinsverbot. Jemand der das System durchschaut hat verzichtet gerne auf seine 0,5%, wenn er dafür seine -x% loswird. Die 3 großen Buchreligionen haben ein striktes Zinsverbot, d.h. das Bewußtsein für diese Problematik ist schon Jahrtausende alt, wird aber hoite weder wahrgenommen noch thematisiert. Die aktuelle Akzion von Eric Cantona (http://www.welt.de/finanzen/article11455740/Eric-Cantona-schwaenzt-seine-Bank-Revolution.html) ist sicherlich absolut korrekt - wenn alle gleichzeitig ihr Konto leermachen, müssen die Banken zugeben, daß sie das Geld gar nicht haben. Aber das wird von den Massen nicht begriffen, weswegen dieser Enttarnunxversuch gescheitert ist.

Wie es nach diesem Schritt weitergehen müßte, darüber existieren mehrere Theorien, von denen ich keine nachplappern möchte, weil ich es nicht wirklich einschätzen kann. Mir ist aber vor allem wichtig, daß Bewußtsein darüber existiert und weitergetragen wird.

Eines ist aber sicher - es braucht ganz dringend Menschen die arbeiten gehen, es kann nicht jeder ein Akademiker sein, denn wer führt das aus was diese "Herrenmenschen" erschaffen? Maschinen? - sicherlich nicht, denn die sind zu toier, besser das machen arme Kinder in Entwicklunxländern, dann kann sich hierzulande jeder Handy und Computer leisten. Maschinelle Ernte von Obst und Gemüse? Neeee, da karren wir lieber die Weintrauben aus Noiseeland mit dem Flugzoig her, das ist billiger. Außerdem kann man sinnloses herumkutschieren von Nahrunxmitteln sehr schön subvenzionieren lassen und dann für die entstandene Umweltverschmutzung wieder in die Tasche der Verbraucher greifen. :wink:



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Beitragvon Rati » 04.01.2011, 15:15

Hi ihr alle,



da ihr natürlich schon sehr weit fortgeschritten seid werd ich mich aus diese Diskussion mal raushalten, denn ich werd wohl auch in nächster Zeit nicht genug Freiraum finden um hier braubar am Ball zu bleiben.



Eins zum Thema Disskusion allg. würd ich aber gern noch los werden.



@ Troll:

(ich nehm jetzt mal die Zitierfunktion, weil du sie ja anscheinend jetzt auch ab und zu mal benutzt. :wink: )

TROLL hat geschrieben:...Tut doch nicht so als wäre es oier größtes Vergnügen an einer Diskussion teilzunehmen bei der oier Gegenüber überhaupt kein Interesse daran hat, daß dabei am Ende (bzw. auf dem Weg dorthin) etwas herauskommt...
Am Ende kommt mMn immer etwas heraus.

a - der eine nimmt die Meinung des anderen an, weil sie gut begründet ist.

b - beide stellen fest das eine Mischung beider Argumentationen zum richtigen Ergebniss führt.

c - beide behalten und festigen ihr Meinungsbild.

d - (mMn ein sehr häufiges Ergebniss, das aber nur zu stande kommt wenn vernünftig diskutiert wird) beide stellen fest, das sie am Anfang von föllig verschiedenen Dingen gesprochen haben und nach dem dieses Missverständniss ausgeräumt ist, können sie die Meinung des anderen problemlos akzeptieren, weil sie sich höchstens in kleinen individuellen Details unterscheidet. 8)

e - (diese Variante beanspruche ich erst mal nur für mich als gewinnbringend) auf jeden Fall, habe ich wieder zuhören / raushören bzw. rauslesen und argumentieren geübt.



Grüße Rati
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Beitragvon TROLL » 05.01.2011, 17:28

Du schreibst: "wenn man vernünftig diskuttiert" ich nenne es: "ergebnisorientiert".
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Als allein vor ihr, die mich umarmt,

Oder sei es, meiner Schwester.

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Beitragvon Atropos » 05.01.2011, 21:07

Zum Glück waren seine Landsleute schlauer als dieser Spanier mit seiner Aktion "Jetzt machen wir mal die Bank pleite". Ausgebadet hätten das wieder die Kunden und die Steuerzahler. Jede Bank ist latent insolvent, dass weiß jeder Bank-Azubi. Das muss man ja wohl nicht noch herausfordern.



Ich verwahre mich jetzt mal strikt dagegen, Akademiker als "Herrenmenschen" bezeichnen zu lassen. Was soll denn das?

Maschinen sind nicht zu teuer. Andernfalls gäbe es sie nicht. Menschliche Arbeitskraft ist hier teuer, deswegen muss sie besser eingesetzt werden. Und damit meine ich nicht, besser ausgebeutet werden, bevor wieder Herrenmenschen-Assoziationen aufkommen. Woher sollen denn bessere Methoden der Energiegewinnung, bessere Heilmethoden, bessere Transportsysteme etc. denn kommen?

Ich habe vor kurzem gesehen, wie die Wasserversorgung für knapp eine Mio. Menschen von einer !!! Person überwacht und gesteuert wird. Eine. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis diese eine Person von Kontroll-Software ersetzt wird. Das Problem ist das "Überflüssigwerden" von Menschen, deren Arbeitskraft keiner mehr haben will. In der Industrie sind noch 20% aller Arbeitnehmer beschäftigt. Tendenz abwärts. Wenn man das berücksichtigt, MUSS man Menschen so bilden, dass sie auch gebraucht werden - einschließlich Kunst, Philosophie etc.

Eigentlich hatte ich an ganz anderes gedacht: biologische Häuser, die man in der Retorte zieht und später einfach zu Kompost werden lässt, unterirdische Transportsysteme die permanent laufen und sich selber steuern, ein Recyclingsysteme in das ausnahmslos alle Stoffe eingehen, Energieerzeugung mit 99% Wirkungsgrad - solche Sachen eben. UND flächen- bzw. kugeldeckend.
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Beitragvon Rati » 06.01.2011, 11:40

TROLL hat geschrieben:Du schreibst: "wenn man vernünftig diskuttiert" ich nenne es: "ergebnisorientiert".
wir meinen aber was ganz anderes.



Ergebnissorientiert muß für mich ein Gespräch sein, das direkte Auswirkungen auf die Zeit nach dem Gespräch hat. Meetings auf Arbeit zB, Streitschlichtung oder ein Familienthing.



Was wir hier tuen (erst recht wenn es um so hypothetische Dinge wie Götter geht) nenne ich philosophieren. Und beim philosophieren ist der Weg das Ziel.

Es kann durchaus sein, das bei einem philosophischen Gespräch am Anfang noch gar keiner weis was das Ziel sein soll.



Vernünftig diskutieren heist unter diesem Gesichtspunkt für mich:

- seine eigenen Argumente richtig erklären

- bei unklarheiten nochmal erklären

- sich die Ausgangsposition des anderen versinnbildlichen, unabhängig davon ob sie sich von der eigenen komplett unterscheidet oder nicht

- akzeptieren, das jeder ein recht auf eine eigene Meinung hat

- möglichst nicht zu viele Punkte auf einmal einbringen um eine gewisse Übersicht zu ermöglichen

- nett, noch besser, emotional neutral reagieren

- Quellen angeben (und vorher prüfen)

- und ganz wichtig, bei Unklarheit nachfragen, nachfragen, nachfragen



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Beitragvon TROLL » 06.01.2011, 18:34

kickerikiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii



Diskussionen sind Zeitverschwendung, wenn sie nicht vernünftig geführt werden, dann kommen sie nämlich auch zu keinem Ergebnis (außer, daß man den anderen nicht mehr für voll nehmen kann.



Eric Cantona ist Franzose und nicht Spanier und leider hält er seine Lanzlautze für intelligenter als sie sind (ich halte meine für nicht so klug, deswegen würde ich auch nicht zu soetwas aufrufen).

Banken sind nicht insolvent und sie gehen auch nicht pleite, bzw. wird eine Bank nur dann von ihrer Geschäfzleitung in die Insolvenz getrieben, wenn dies einem gezielten Zweck dient (siehe Commerzbank - Dresdner Bank). Etwas weiter oben hast Du, Atropos geschrieben, daß Deine Bank für Dein Kapital mit 3mio haftet. Das zeigt mir, daß Du weder die Akzion von Cantona, noch das Kreditwesen als solches durchschaut hast.

Wenn alle gleichzeitig ihr Geld abheben - stellen wir uns das einfach mal vor - dann muß die Bank zugeben, daß sie das Geld nicht haben (der Enttarnung 1. Akt). Sie vertrösten die Kunden auf Übermorgen und leihen es sich von den Zentralbanken (so wie immer), wenn dann aber die Anleger auch weiterhin den Banken kein Geld mehr geben, können die Geschäfzbanken ihre Forderungen nicht mehr erfüllen. Was passiert dann?

Die Zentralbanken können auch nicht mehr mit Anlegerkapital wirtschaften, weil ja die Banken selber nichz mehr haben um es anzulegen, also müssen sie sich etwas einfallen lassen. Was auch immer das sein mag, im besten Fall fällt ihre Maske und man die Besitzer der Zentralbanken können nicht weiter so skrupellos die Menschheit ausboiteln.

Was machen denn die Banken? Die kriegen Geld vom Staat, damit sie die Wirstschaft am Laufen erhalten und Firmen vor der Insolvenz retten können, aber stattdessen legen sie es ihrerseiz selber für 2,2% an und haben damit den Anlegermarkt für Jahrzehnte gekillt. Wenn die Banken selber 2,2% kriegen, was können sie dann noch weitergeben? Der Staat will doch, daß wir alle uns private Zusatzversicherungen abschließen, damit das soziale Netz nicht kollabiert, aber von welcher Rendite soll ich denn für meine Rente sparen bei 2,2%?

Da saxt Du: "zum Glück sind die Landsleute so vernünftig den Banken gefällig zu sein und ihr Spiel mitzuspielen....."?!

Das kann es doch nicht sein, oder?



Es gibt da dieses Zitat von Henry Ford, das ihr bestimmt auch schonmal gehört habt:

"It is well enough that people of the nation do not understand our banking and monetary system, for if they did, I believe there would be a revolution before tomorrow morning.



"Gut, daß das Volk das Banken- und Geldsystem nicht versteht, denn wenn sie das täten glaube ich hätten wir eine Revolution noch vor morgen früh."




Schau mal, wenn jeder einzelne von uns 80mio Doitschen Architekt oder Ingenieur, oder Doktor, oder Professor ist - wer baut dann die Dinge die der Architekt entwirft und wer schafft die Rohstoffe herbei und wer repariert das alles wenn es kaputt ist? Es kann nicht nur Hoiptlinge, sondern muß auch Indianer geben.

Wenn ein Mensch die Wasserversorgung von 1mio Menschen überwacht - von welchem Einkommen bezahlen diese Menschen das Wasser?

Mein Kollege der hier bei uns Wassermeister ist muß jede Woche bei ca. 3 Familien das Wasser abstellen, weil sie nicht mehr bezahlen und darunter sind oft Menschen mit denen er in die Schule gegangen ist.

Recycling ist zu toier, sonst würde es gemacht. :wink:

Maschinen sind zu toier, deswegen wird in der Landwirtschaft immer weniger Geld verdient und die Erzoigung von Nahrunxmitteln immer mehr in die ärmeren Länder verlagert, weil dort die Lohnkosten niedriger sind. Warum sind Autos aus Indien, Maschinen aus China und Bohnenkonserven aus Ägypten viel billiger? Weil die da Maschinen haben?

Arbeizkraft ist nicht toier, kostet hierzulande nur 1 Oiro pro Stunde. Warum müssen Menschen die 40 Stunden pro Woche arbeiten gehen, noch Sozialhilfe beantragen? Weil sie nicht ausreichend qualifiziert sind, oder weil ihre Bezahlung nicht fair ist?

Wir werden gezüchtet zu einem Volk der Arbeizsklaven. Es gibt mittlerweile eine ganze Generazion erwaxener Menschen die nicht bereit ist, irgendetwas zu schaffen, weil sie wissen, daß es ohne viel besser geht. Ich meine damit nicht, daß die einen aufArbeizlos machen, sondern die meinen mit irgendwelchen Anlegergeschäften und so Kram kann man mehr verdienen. Die verkaufen die Opzion auf ein und denselben Teller Suppe an mehrere Personen, die diese dann weiterverkaufen und keiner von diesen hochintelligenten Menschen kommt auch nur im entferntesten auf die Idee, daß irgendwann mal einer der unzähligen Koifer hungrig wird und diesen Teller dann tazächlich essen möchte.

Das sind all die Ideen in unseren Köpfen die uns vormachen, von substanzlosen Geschäften leben zu können.

NATÜRLICH müssen wir uns weiterentwickeln, natürlich muss man Menschen bilden und so qualifizieren, daß sie davon sicher leben können, natürlich sind auch Kunst, Philosophie und Gedöhns wichtige Bestandteile unserer Kultur. Natürlich kann und muß man mit großen technischen und sozialen Noierungen aufwarten um etwas verbessern zu können, aber wo siehst Du dazu die Vorbereitung? Ich sehe nur, daß eine noie Unterschicht geschaffen wird, die die Fließbänder füllen und das Militär bevölkern soll.



viele liebe Grüße

TROLL
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Beitragvon Rati » 07.01.2011, 09:17

hi TROLL

sorry, den Satz muß ich mal zerreißen, weil:
TROLL hat geschrieben:....Diskussionen sind Zeitverschwendung, wenn sie nicht vernünftig geführt werden, ...
bis dahin stimm ich dir zu, obwohl wir zwei ja verschiedene Auffassungen von "vernünftig diskutieren" haben.

Beim zweiten Teil des Satzes:

TROLL hat geschrieben:....dann kommen sie nämlich auch zu keinem Ergebnis (außer, daß man den anderen nicht mehr für voll nehmen kann....
kann ich nicht mehr zustimmen, weil wir zwei ja verschiedene Auffassungen vom vernünftig diskutieren haben. 8)

Deshalb ist deine Meinung aber genau so akzeptabel für mich.

Und ich werd mich bemühen deiner Ergebnisorientiert heit Rechnung zu tragen.



TROLL hat geschrieben:....Maschinen sind zu toier, deswegen wird in der Landwirtschaft immer weniger Geld verdient und die Erzoigung von Nahrunxmitteln immer mehr in die ärmeren Länder verlagert, ...
ähm, da hab ich aber - grad in der letzten zeit ganz was anderes mitbekommen.

Die Weizenpreise steigen (abgesehen von der Spekulationsscheiße), weil die größten Exporteure, Russland, USA, Australien unter Ernteeinbrüchen wegen Extremwetter leiden. Das sind weder Arme noch Billigländer würd ich mal behaupten.

Weiterhin ist ja bekannt, das die Landwirtschaft in den Dritte Welt (gibt also doch mehrere Welten :wink: :cry: ) nicht vorankommt weil billige Nahrungsmittel hineingepumpt werden und die Innländischen Landwirte ihre Produkte nicht verkaufen können.



Bei Rohstoffen sieht das anders aus.

An jedem Computer oder Handy klebt das Blut tausender Afrikaner.



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